Bittere Auswärtsniederlage der Eagles

Die Eagles mussten im Auswärtsspiel beim Tabellensiebten Dessau-Roßlauer HV eine äußerst bittere 31:32 (12:17)-Niederlage hinnehmen. Nach einem deutlichen Rückstand zur Pause kämpfte sich das Team in den zweiten 30 Minuten vor 1526 Zuschauern eindrucksvoll zurück, verpasste in der dramatischen Schlussphase jedoch die Chance auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Nach einem spielfreien Wochenende wartet am 28. März mit dem Heimspiel in der Yayla-Arena gegen den TSV Bayer Dormagen der Saisonhöhepunkt.

Sonntag, 15. März 2026
Julius Rose wir hier von zwei Spielern des Dessau-Roßlauer HV gestoppt. Foto: HBL2

Die Eagles waren bereits am Samstag nach Sachsen-Anhalt gereist, um optimal vorbereitet in die Partie zu gehen. Das zahlte sich zunächst aus: Nach dem ersten Treffer von Marvin Kix führte die HSG mit 5:3 (8. Minute). Anschließend wurden jedoch mehrere gute Möglichkeiten vergeben, um den Vorsprung weiter auszubauen. So fand das durch Verletzungen stark dezimierte Team der Gastgeber zurück ins Spiel und ging nach einem vergebenen Siebenmeter von Falk Kolodziej mit 9:8 in Führung. Die Eagles blieben bis zur 21. Minute in Schlagdistanz, leisteten sich beim Stand von 13:10 für Dessau jedoch zu viele Fehlwürfe – auch, weil Torhüter Ambrosius stark aufspielte und bis zur Pause bereits zehn Paraden verbuchte.  Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf fünf Tore aus (17:12). Krefelds Torhüter Pau Guitart hielt mit fünf Paraden den Rückstand noch in Grenzen. Insgesamt zwölf Fehlwürfe und sieben technische Fehler spiegelten sich jedoch im deutlichen Pausenstand wider.

Dank zweier Paraden von Pau Guitart und zweier schneller Treffer kam die HSG gut aus der Kabine und verkürzte den Rückstand zeitweise auf zwei Tore. Robert Krass war daran mit vier Treffern maßgeblich beteiligt. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, doch zwei Siebenmeter wurden vergeben. So blieb das Momentum zunächst bei den Hausherren.Allerdings unterliefen auch Dessau zwei technische Fehler und ein Fehlwurf, sodass die HSG durch Treffer von Julius Rose und Marvin Kix auf 20:21 (41.) herankam. Kurz darauf schlichen sich jedoch erneut Fehler ein, die Dessau zum 23:20 nutzte. Trainer Mark Schmetz reagierte mit einer Auszeit und brachte erstmals Jörn Persson für Lukas Siegler auf der halblinken Position. Für Persson war es ein besonderes Spiel: Während seiner Karriere hatte er 18 Monate in Dessau gespielt.

In der 46. Minute erhielt Dessaus Torhüter Ambrosius eine Zeitstrafe, nachdem er Robert Krass nach dessen Treffer zum 22:24 zu Fall gebracht hatte. Die Überzahl nutzte Mike Schulz zum Anschlusstreffer. In den letzten 13 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mike Schulz brachte die Eagles mit drei Treffern sogar mit 30:29 in Führung (55.). Die Gastgeber kassierten eine Zeitstrafe, erhielten jedoch einen Siebenmeter. Finn Rüspeler kam für Pau Guitart ins Tor und parierte den Wurf. Doch im Angriff vergaben die Krefelder die Chance, ihre Führung auszubauen, gerieten stattdessen mit 30:31 in Rückstand. Mike Schulz verwandelte in der Schlussminute einen Siebenmeter zum 31:31-Ausgleich. Die Gastgeber nutzten ihren Anwurf zum 32:31. Danach erhielt Trainer Mark Schmetz noch eine Zeitstrafe gegen sein Team. Die Eagles bekamen zwar zwei Sekunden vor Schluss noch einen letzten Wurf, doch Robert Krass blieb mit seinem Versuch in der Abwehr hängen.

„Am Anfang hatte Dessau das Torhüterplus auf seiner Seite. Trotzdem haben wir es ganz ordentlich gemacht, hatten aber über das gesamte Spiel hinweg Probleme mit dem Tempospiel des Gegners. Am Ende gab es einige schwierige Situationen. Aber das hilft nichts – Mund abwischen und weitermachen“, sagte Falk Kolodziej nach der Partie.

Trainer Mark Schmetz erklärte: „Es ist schwer, nach so einem Spiel Worte zu finden. Ich glaube, nach unserem großen Kampf hätten wir mindestens einen Punkt, wenn nicht sogar den Sieg verdient gehabt. Die Niederlage nehme ich am Ende wegen der Zweiminutenstrafe auf meine Kappe. Meiner Meinung nach muss ein Delegierter in so einer Situation bei noch 20 Sekunden Spielzeit nicht eingreifen. Trotzdem bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden, vor allem damit, wie sie ins Spiel zurückgekommen ist. Leider haben wir zu viele freie Würfe – auch beim Siebenmeter – liegen gelassen.“

HSG:  Guitard, Rüspeler – Krass (6), Kolodziej (3), Kix (3), Klasmann, Schneider (3), Siegler (2), Schulz (6), Marquard, Michalski (3), Jagieniak, Persson (1), Ingenpaß (2), Rose (2), Mircic.

Tickets für das Heimspiel in der Yayla-Arena am Samstag, 28. März, 19.30 Uhr gegen den TSV Bayer Dormagen sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.