Christopher Klasmann verlässt die Eagles

Wenn die HSG am 30. Mai ihr letztes Heimspiel der Zweitliga-Saison bestreitet, gehört er zum letzten Mal zur Mannschaft.

Montag, 27. Apr. 2026
Mit Christopher Klasmann verabschiedet sich eine Leitfigur der HSG: Foto: samla

Wenn die Eagles am 30. Mai ihr letztes Heimspiel der Zweitliga-Saison bestreiten, wird ein Spieler besonders im Blickpunkt stehen: Christopher Klasmann. Der 35-jährige Rückraumspieler möchte im Handball kürzertreten und wird künftig voraussichtlich einen unterklassigen Verein unterstützen.

Als Büroleiter der Firma Zülow AG in Neuss-Gnadental mit rund 350 Beschäftigten und als rechte Hand der Geschäftsführung ist die Belastung durch fünf Trainingstage pro Woche für ihn hoch. „Ganz aufhören möchte ich noch nicht. Dafür fühle ich mich noch zu fit. Aber bei einem Verein, bei dem zweimal pro Woche trainiert wird, ist alles etwas entspannter“, sagt „Chrissi“, wie ihn seine Teamkollegen nennen.

Vor vier Jahren kam Christopher Klasmann aus Schalksmühle zur HSG, nachdem es dort Differenzen über die sportliche Ausrichtung gegeben hatte. Im Zuge dessen trennte sich der Verein von Trainer Mark Schmetz, der seinen Kapitän „Chrissi“ sowie Philip Dommermuth in die Seidenstadt lotste. „Das passte für mich neben der sportlichen Herausforderung auch von der Entfernung sehr gut, da ich in Neuss wohne.“

Wie bereits in Schalksmühle war Klasmann ab der Saison 2023/24 auch bei den Eagles Kapitän, ehe er von Niklas Ingenpaß abgelöst wurde. Auf seine Zeit bei der HSG blickt er mit großer Zufriedenheit zurück: „Das waren sehr erfolgreiche Jahre. Ich hoffe, dass wir die 2. Liga halten können. Wir haben uns von Jahr zu Jahr gesteigert, und der Verein hat dabei einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich glaube, das war meine intensivste Zeit im Handball.“

Um die Zukunft der HSG macht er sich keine Sorgen: „So wie sich das Umfeld hier entwickelt hat, ist die Chance groß, dass sich die HSG als etablierter Zweitligist behaupten kann.“ Selbst im Falle eines Abstiegs sieht er gute Perspektiven: „Die Mannschaft ist stark genug, um direkt wieder aufzusteigen. Der Großteil bleibt ja zusammen.“

Da sein Arbeitgeber Zylow Elektronik auch Sponsor der HSG ist, wird Klasmann dem Verein weiterhin verbunden bleiben und in der kommenden Saison bei dem einen oder anderen Heimspiel in der Glockenspitzhalle zu sehen sein: „Darauf freue ich mich schon.“

Auch Trainer Mark Schmetz blickt mit großer Wertschätzung auf die gemeinsame Zeit: „Ich arbeite jetzt seit sechs Jahren mit Chrissi zusammen, und darüber bin ich sehr froh. Er ist ein unglaublich wichtiger Typ für die Mannschaft und den Verein. Schon in Schalksmühle und jetzt in Krefeld war er immer ein zentraler Spieler, der sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt hat – besonders dann, wenn er gebraucht wurde. So war er beispielsweise im Aufstiegsrückspiel in Braunschweig zur Stelle und sorgte in der ersten Halbzeit dafür, dass wir ins Spiel gefunden haben.“

Für den Coach war Christopher Klasmann weit mehr als nur ein Kapitän auf dem Spielfeld: „Er war für mich auch ein Vorbild im Umgang mit Spielern, die nebenbei oder hauptberuflich arbeiten. Ich bin ihm für vieles dankbar. Selbst in Phasen mit weniger Einsatzzeit hat er nie Probleme gemacht. Für ihn stand immer die Mannschaft im Vordergrund. Als Spieler und als Mensch können wir am Saisonende alle dankbar sein, dass er Teil der HSG war.“

Mit Christopher Klasmann verabschiedet sich nicht nur ein herausragender Handballer von der HSG, sondern auch ein sympathischer und geschätzter Mensch, der den Verein mit großem Engagement und echter Identifikation geprägt hat.

 

Tickets für das Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag, 10 Mai, 17 Uhr, sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.