Das erste Auswärtsspiel der Eagles 

Zum ersten Auswärtsspiel der neuen Drittliga-Saison führt die Reise der Eagles am Sonntag nach Rheinland-Pfalz. Ab 17 Uhr wartet im Sportzentrum Hochdorf die Mannschaft des HLZ Friesenheim-Hochdorf II auf die HSG Krefeld Niederrhein.

Donnerstag, 03. Sep. 2026
Maciej Papina, der gegen Ratingen im Rückraum wirbelte, war für die Abwehr wie hier nur schwer zu stoppen. Foto: samla

Auch wenn die Eagles bislang alle drei Begegnungen gegen die Reserve des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen gewinnen konnten, wird die Aufgabe alles andere als ein Spaziergang. Die Gastgeber starteten mit einem 28:23-Auswärtssieg bei der HSG Dudenhofen-Münchholzhausen II in die Saison und wollen diesen Erfolg nun bei ihrem Heimdebüt bestätigen.

Für die Eagles gibt es angesichts dieser Ausgangslage keinen Grund, die Partie als Favorit auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Mannschaft agiert in der Abwehr ähnlich wie am Samstag Ratingen. Das erleichtert unsere Vorbereitung“, sagt Trainer Mark Schmetz. Auf die Defensive wartet dennoch eine besondere Herausforderung. Mit Frederik Zepp verfügen die Pfalzbiber, wie die Gastgeber genannt werden, auf der linken Rückraumseite über einen herausragenden Spieler. Beim Auftaktsieg in Dudenhofen erzielte Zepp allein 14 Treffer, davon zwei per Siebenmeter. „Er ist groß, schnell auf den Beinen und wurfgewaltig. Außerdem ist er in Eins-gegen-Eins-Situationen sehr stark“, beschreibt Schmetz den Rückraumspieler. Zepp wurde im März von Kooperationspartner Eulen Ludwigshafen mit einem Profivertrag ausgestattet.

Mit der Abwehrleistung beim 41:33-Auftaktsieg gegen Ratingen war der Krefelder Trainer allerdings nicht rundum zufrieden. „Wir haben darüber gesprochen, dass wir in der Abwehr zu viele individuelle und nicht systembedingte Fehler gemacht haben. Auf allen Positionen haben wir zu viele Eins-gegen-Eins-Situationen verloren. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann deutlich besser gemacht“, analysiert Schmetz.

Der Trainer weiß zudem, dass sich seine Mannschaft nach dem Abstieg aus der 2. Liga erst an die neue Favoritenrolle gewöhnen muss. „Das wird noch einige Spiele dauern. Jeder Gegner wird gegen uns ohne Druck spielen und versuchen, ein gutes Spiel zu machen. Das hat Ratingen bereits bewiesen. Deshalb müssen wir jede Aufgabe konzentriert angehen.“

Zufrieden zeigte sich Schmetz dagegen mit der Offensivleistung gegen Ratingen. Dabei hinterließ auch Neuzugang Maciej Papina einen starken Eindruck und deutete an, dass er auf einem guten Weg ist, die Erwartungen der sportlichen Leitung zu erfüllen. „Er hat das gegen Ratingen richtig gut gemacht und 40 Minuten durchgespielt. Dann habe ich ihn herausgenommen. Wir haben im Rückraum mehrere Möglichkeiten“, sagt Mark Schmetz.

DER GEGNER

Das HLZ Friesenheim-Hochdorf II entstand 2020 aus der Zusammenarbeit der beiden traditionsreichen Vereine TV Hochdorf und TSG Friesenheim. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung junger Handballtalente. Die zweite Männermannschaft dient dabei als Bindeglied zur Zweitliga-Mannschaft der Eulen Ludwigshafen und ermöglicht Nachwuchsspielern, früh Erfahrungen auf Drittliganiveau zu sammeln. In der Saison 2025/26 belegte das HLZ II in der 3. Liga Süd-West den elften Platz. Auffällig ist die konsequente Nachwuchsarbeit: Beim Saisonfinale 2025/26 standen elf Spieler im Aufgebot, die im Jahr zuvor noch A-Jugend gespielt hatten.