Der doppelte Luc(k)as bleibt bei den Eagles

Lucas Schneider und Lukas Siegler verlängerten ihre Verträge und setzen damit ein wichtiges Zeichen für die kommende Drittliga-Saison.

Mittwoch, 03. Juni 2026
Lucas Schneider (ganz links) und Lukas Siegler (ganz rechts)

Die Enttäuschung über den Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga sitzt bei der HSG Krefeld Niederrhein noch tief. Dennoch richtet sich der Blick bereits entschlossen nach vorn – auf die Mission Wiederaufstieg. Da sechs Spieler die Eagles nach dem letzten Saisonspiel am Samstag in Nordhorn verlassen werden, haben die Personalplanungen derzeit höchste Priorität.

Sportdirektor Stefan Meler gelang dabei ein wichtiger Erfolg: Mit Lucas Schneider und Lukas Siegler konnten gleich zwei Leistungsträger langfristig an den Verein gebunden werden. Die beiden verstehen sich nicht nur auf dem Spielfeld hervorragend, sondern sind auch privat befreundet. Nun wollen sie gemeinsam ihren Beitrag dazu leisten, die HSG zurück in die 2. Bundesliga zu führen.

Lucas Schneider

Lucas Schneider wechselte im Sommer 2024 vom niederländischen Erstligisten HV KRAS/Volendam zur HSG Krefeld Niederrhein. Mit den Niederländern sammelte er zudem internationale Erfahrung im European Cup. Seine handballerischen Wurzeln liegen beim TuS Ferndorf, für den der in Kreuztal geborene Rückraumspieler – mit einer zweijährigen Unterbrechung bei GWD Minden II – nahezu 20 Jahre aktiv war.

„Gerade jetzt nach dem Abstieg möchte ich ein Zeichen setzen. Ich fühle mich bei der HSG sehr wohl. Auch die Kombination aus Handball und beruflicher Perspektive passt für mich hervorragend. Wir haben eine überragende Mannschaft. Der Verein und das Umfeld gehören in die 2. Liga. Wir haben bereits einmal gemeinsam den Aufstieg geschafft, und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dieses Ziel erneut zu erreichen“, sagt der 30-Jährige.

Stefan Meler freut sich über die Vertragsverlängerung: „Lucas hat sich in den vergangenen beiden Spielzeiten zu einer tragenden Säule unserer Mannschaft entwickelt. Er ist auf und neben dem Feld ein Führungsspieler. Besonders in der 2. Liga hat er gezeigt, dass er auf der halbrechten Position zu den stärksten Spielern der Liga gehört. Er ist torgefährlich, verteidigt auf höchstem Niveau und bringt eine enorme Präsenz ins Team. Ein Spieler seines Formats ist nur schwer zu ersetzen. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben.“

Lukas Siegler

Ebenfalls im Sommer 2024 schloss sich Lukas Siegler den Eagles an. Der in Würzburg geborene Rechtshänder durchlief die Nachwuchsabteilungen der DJK Rimpar und etablierte sich zwischen 2015 und 2021 als feste Größe im Kader seines Heimatvereins. Nach einer Saison beim TuS Ferndorf wechselte er zum TuS Vinnhorst, mit dem ihm zur Saison 2023/24 der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga gelang.

„Die Gesamtkonstellation aus Handball, Umfeld und den beruflichen Möglichkeiten mit flexiblen Arbeitszeiten hat für mich den Ausschlag gegeben. Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl und habe unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlängert. Die HSG hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und immer professioneller aufgestellt. Ich freue mich darauf, diesen Weg weiter mitzugehen“, erklärt Lukas Siegler.

Auch für Stefan Meler ist die Verlängerung mit dem 29-Jährigen ein wichtiges Signal: „Wir sind sehr glücklich, dass Lukas trotz anderer Angebote bei uns bleibt. Er ist nicht nur sportlich ein enorm wichtiger Spieler, sondern auch menschlich ein großer Gewinn für die Mannschaft. Er bringt viel Erfahrung mit, besitzt hohe Qualität und ist ein herausragender Teamplayer.“

In der vergangenen Saison entwickelte sich Lukas Siegler nach seinem Wechsel von der halblinken auf die linke Abwehrseite zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor. Gleichzeitig überzeugte er auch im Angriff mit starken Leistungen.

„Lukas verkörpert das Profil eines modernen Linksaußen. Er ist flexibel einsetzbar und gibt uns zahlreiche Möglichkeiten in unserem Spiel. Deshalb ist er ein wichtiger Baustein für die Zukunft unserer Mannschaft“, so Stefan Meler abschließend.