Derby-Sieg für starke Eagles

Mit einer starken Leistung vor beeindruckender Kulisse gewannen die Eagles am Samstagabend in der Yayla-Arena gegen den TSV Bayer Dormagen mit 37:34 (17:17). Damit feierten sie einen emotionalen Saisonhöhepunkt und bleiben im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin aussichtsreich im Rennen. 5.176 Zuschauer sorgten für eine mitreißende Atmosphäre und erlebten ein intensives, kampfbetontes Westderby – beste Werbung für den Handballsport.

Samstag, 28. März 2026
Falk Kolodziej sorgte mit seinen elf Treffen maßgeblich mit dafür, dass die Dormagener am Ende am Boden lagen. Foto: HBL2

Die Grundlage für den Erfolg legten die Eagles ab der 15. Minute: Nach einem Vier-Tore-Rückstand (6:10) steigerten sie sich vor allem in der Defensive deutlich, glichen bis zur Pause aus und sicherten sich mit einer der besten zweiten Halbzeiten der Saison zwei enorm wichtige Punkte.

Bereits beim Einlass um 18 Uhr staunten die ersten Fans nicht schlecht: Dank rund 50 ehrenamtlicher Helfer hatte die HSG auch bei der vierten Austragung eines Heimspiels in der Yayla-Arena für optimale Rahmenbedingungen gesorgt. Vor Spielbeginn wurde zudem für die Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr geworben. Beide Mannschaften und die Ballkinder präsentierten ein Banner mit der Aufschrift „Gemeinsam für den größten Moment“. Krefelds Stadtdirektor Markus Schön rief im Interview mit HSG-Geschäftsführer André Schicks zur Unterstützung der Bewerbung auf: „Es wäre großartig, wenn 2036, 2040 oder 2044 hier in der Arena die Paralympics Station machen würden.“

Auch Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Krefeld, die als „Sponsor of the Day“ auftrat, zeigte sich beeindruckt: „Für jeden, der Sport treibt und Handball spielt, ist es etwas Besonderes, in einer solchen Halle aufzulaufen. Wir freuen uns, dieses Spiel unterstützen zu können.“ Seine Prognose eines knappen Spiels mit einem Drei-Tore-Sieg der HSG sollte sich am Ende als treffend erweisen.

HSG-Trainer Mark Schmetz vertraute zunächst auf die bewährte Startformation der vergangenen Spiele. In der Offensive kam Falk Kolodziej für Matija Mircic zum Einsatz. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Duell, in dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Erst ein 4:0-Lauf brachte die Gäste in Front. Doch die Eagles zeigten Moral, arbeiteten sich Tor um Tor heran und glichen durch Kapitän Niklas Ingenpaß mit der Pausensirene zum 17:17 aus.

Dieser Treffer erwies sich als wichtiger Impuls. Direkt nach Wiederanpfiff brachte der überragende Falk Kolodziej die HSG erstmals in Führung (18:17). In der Folge entwickelte sich ein packender Schlagabtausch, in dem die Eagles ihre Führung mit großem Einsatz und lautstarker Unterstützung von den Rängen behaupteten und ausbauten. Torwart Pau Guitrat kam für Finn Rüspeler ins Tor und hielt einen Siebenmeter. Das gelang dem Spanier kurz darauf noch zweimal. Weil vorne die Wurfquote stimmte, zogen die Eagles bis zur 49. Minute auf 31:26 davon.

Doch Dormagen gab sich nicht geschlagen und verkürzte mit einem weiteren 4:0-Lauf auf 33:30. Die Eagles behielten jedoch die Nerven und brachten den verdienten Sieg schließlich mit drei Toren Vorsprung ins Ziel.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel auf den Rängen und dem Parkett keine Grenzen – ein echtes Highlight des Krefelder Sportjahres 2026.

Dormagens Trainer Julian Bauer analysierte: „Wir sind gut ins Spiel gestartet, konnten unsere Vier-Tore-Führung aber nicht mit in die Pause nehmen. Nach dem Ausgleich und der Führung der HSG nach der Pause hat die Atmosphäre in der Halle ihre Wirkung gezeigt. Meine junge Mannschaft ist eine solche Kulisse nicht gewohnt. Dennoch kann ich ihr keinen Vorwurf machen – Krefeld war heute die bessere Mannschaft.“

HSG-Trainer Mark Schmetz zeigte sich zufrieden: „Wir waren anfangs zu offensiv. Erst als wir defensiver agiert haben, sind wir ins Spiel gekommen und konnten bis zur Pause ausgleichen. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft für die kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit und die konsequente Umsetzung unseres Matchplans. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, um im Abstiegskampf weiter Druck auf die Konkurrenz auszuüben.“

HSG: Guitart, Rüspeler – Kolodziej (11/3), Kix (7), Klasmann, Schneider (3), Siegler (2), Schulz, Marquardt, Michalski (5), Jagieniak, (1), Persson, Ingenpaß (6), Rose (2), Mircic. Schiedsrichter: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen.