Derby-Time am Glockenspitz. Am Samstag um 19.30 Uhr empfängt die HSG Krefeld Niederrhein die Bergischen Panther zum zweiten Heimspiel der Saison. Gleichzeitig ist es das neunte Punktspielduell zwischen beiden Mannschaften. Die bisherige Bilanz spricht eindeutig für die Eagles: Sieben Siege stehen einem Unentschieden gegenüber. In der Drittliga-Saison 2023/24 trennten sich beide Teams 33:33.Viel besser hätte der Saisonstart für die Eagles kaum laufen können. Nach vier Spieltagen stehen vier Siege zu Buche, drei davon wurden auswärts eingefahren. Damit geht die HSG als Tabellenführer in das Derby. Nach drei Spielen auf fremdem Parkett ist die Vorfreude auf die Rückkehr in die Glockenspitzhalle entsprechend groß.
„Die Mannschaft hat alle Partien mit sehr guten Leistungen gewonnen. Dabei hat sich gezeigt, dass wir in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet und uns auch mental hervorragend auf die Herausforderungen in der 3. Liga eingestellt haben“, sagt Trainer Mark Schmetz. Besonders die Auftritte in der Fremde haben den Coach überzeugt: „Vor allem in den Auswärtsspielen hat die Mannschaft bewiesen, dass sie mit der Favoritenrolle umgehen kann.“Doch auch die Bergischen Panther reisen mit Rückenwind nach Krefeld. Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt hat sich die Mannschaft gefangen und zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert. Mit entsprechend breiter Brust dürfte das Team am Samstag in der Glockenspitzhalle auftreten.Mark Schmetz hat den kommenden Gegner genau analysiert und warnt vor dessen individuellen Qualitäten: „Die Panther verfügen über eine erfahrene Mannschaft mit individuell starken Spielern, die insbesondere im Eins-gegen-Eins ihre Qualitäten besitzen. Diese Situationen müssen wir von Anfang an kontrollieren.“ Zudem müsse sich seine Mannschaft auf unterschiedliche Abwehrsysteme einstellen. „Wenn wir konzentriert unser Tempospiel aufziehen und in der Abwehr so stabil auftreten wie zuletzt in Hanau, bin ich überzeugt, dass wir die beiden Punkte in Krefeld behalten können.“
Eine besondere Geschichte schreibt das Derby für Magnus Berblinger. Der junge Torwart steht bei den Eagles unter Vertrag, wurde vor Saisonbeginn aber an die Bergischen Panther ausgeliehen, um dort Spielpraxis zu sammeln. Gleichzeitig nimmt er an bestimmten Tagen am Training der Krefelder teil. Am Samstag könnte er nun seinem eigentlichen Arbeitgeber gegenüberstehen.„Ich freue mich riesig. Wir haben im Training schon viele Witze gemacht. Die Jungs haben Angst, wenn ich im Tor stehe. Das stimmt natürlich nicht“, sagt Magnus Berblinger mit einem Augenzwinkern. Nach einer Mandel-Operation ist der Torwart inzwischen wieder einsatzbereit. Die ersten Saisonspiele seiner Mannschaft bewertet er positiv: „Wir haben am Anfang gegen Saarlouis und Leutershausen verloren, was sicher keine Überraschung ist. Es macht Spaß bei den Panthern. Wir haben eine gute Mannschaft.“Auch Mark Schmetz hat die Leistungen seines ausgeliehenen Torhüters aufmerksam verfolgt: „Im letzten Spiel der Panther, das ich gesehen habe, hat er bei seinem Einsatz ab der 40. Minute sehr gut gehalten.“
Eine weitere Personalie sorgt bei den Eagles ebenfalls für Vorfreude: Kreisläufer Finn Wolfram steht vor seinem Debüt im Krefelder Trikot. Nach dem langfristigen Ausfall von Matija Mircic soll der Neuzugang insbesondere im Abwehrblock eine zusätzliche Alternative bieten. Schmetz ist froh, dass die Verpflichtung realisiert werden konnte: „Ein großes Lob gebührt den Verantwortlichen unseres Vereins, die es möglich gemacht haben, dass wir Finn verpflichten konnten.“ Nicht mitwirken kann dagegen weiterhin Rückraumspieler Marvin Kix.
Tickets gibt es Online unter www. hsg-krefeld-niederrhein.de/Tickets/