Die Eagles gewinnen beim Aufsteiger

Auch im Duell „David gegen Goliath“ gaben sich die Eagles am Samstagabend keine Blöße. Beim HV Vallendar setzte sich die HSG Krefeld Niederrhein verdient und souverän mit 38:25 (20:16) durch.

Samstag, 12. Sep. 2026
Justin Wollny war besonders vor der Pause nicht zu stoppen und war am Ende mit neun Treffern bester Werfer der Eagles. Foto: samla

Vor rund 500 Zuschauern, darunter gut 50 lautstarke Fans aus Krefeld, ließ der Tabellenführer über 60 Minuten kaum Zweifel an einem Start-Ziel-Sieg aufkommen. Damit bleiben die Gelb-Schwarzen auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen und führen die Tabelle der Süd-West-Staffel weiter an.

Bester Werfer der Eagles war Linksaußen Justin Wollny mit neun Treffern. Vor allem in der ersten Halbzeit war der 23-Jährige kaum zu stoppen und erzielte allein sieben Tore. Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Lukas Siegler verletzte sich und konnte die Partie nicht fortsetzen.

Die Eagles starteten mit Wojciech Borucki im Tor. Beim Anwurf der Gastgeber standen zudem Niklas Ingenpaß, Lars Jagieniak, Lucas Schneider, Maciej Papina, Marvin Kix und Justin Wollny auf der Platte. Die Startformation erwischte einen Auftakt nach Maß und legte mit einer 3:0-Führung los. Vallendars Trainer reagierte prompt mit einer frühen Auszeit. Diese zeigte zunächst Wirkung, zumal die Gastgeber wenig später auf das 7-gegen-6-System umstellten. Die Eagles ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielten ihren Vorsprung.

Dabei ragte insbesondere Justin Wollny heraus. Der Linksaußen erzielte drei Treffer in Folge und hatte damit maßgeblichen Anteil an der 9:5-Führung der Krefelder.

Zweimal kamen die Vallendarer „Löwen“ im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit bis auf zwei Tore heran und schöpften Hoffnung auf eine Überraschung. Doch die Eagles antworteten jeweils prompt. Mit einem 4:0-Lauf setzten sie sich wieder ab und gingen schließlich mit einer 20:16-Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die HSG das spielbestimmende Team. Selbst als Niklas Ingenpaß nach seiner dritten Zeitstrafe nicht mehr zur Verfügung stand und die Eagles damit auf ihren Kapitän verzichten mussten, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. In der 46. Minute war der Vorsprung erstmals auf zehn Treffer angewachsen (31:21). Wenig später durfte sich auch Torwart Wojciech Borucki in die Torschützenliste eintragen: Mit einem Wurf ins leere Vallendarer Tor erhöhte er auf 33:21.

Trainer Mark Schmetz nutzte insbesondere nach der Pause die Gelegenheit, nahezu allen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Auch die zahlreichen Wechsel taten dem souveränen Auftritt der Eagles keinen Abbruch. Besonders Julius Rose setzte dabei Akzente. Der Rückraumspieler erzielte nach der Pause sechs seiner insgesamt sieben Treffer und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass die HSG ihren deutlichen Vorsprung bis zum Schlusspfiff souverän verwaltete.

Am Ende stand ein ungefährdeter 38:25-Erfolg, mit dem die Eagles ihre Tabellenführung verteidigten und zugleich ein weiteres Ausrufezeichen in der noch jungen Saison setzten.

Mark Schmetz: “Wir wussten, dass es heute kein leichtes Spiel wird. Wir haben uns daher gut vorbereitet. Am Anfang hat es Vallendar mit 6 gegen 6 probiert. Als dann mit 7 gegen 6 gespielt wurde, kommt immer Unruhe ins Spiel. Trotzdem haben wir das gut gelöst. Wir haben aber auch zu viele Gegentore kassiert. In der 2. Halbzeit haben wir das Tempo hochgehalten und unsere Qualität ausgespielt. Hinten hatten wir heute mit Wojciech Borucki einen starken Torwart.”

HSG: Rüspeler, Borucki (1) – Kix (3), Wollny (9), Schneider (3), Kösters (2), Siegler, Michalski (1), Braun , Jagieniak (1), Persson (2), Ingenpaß (2), Rose (7), Papina (7/4), Mevissen.

Schiedsrichter: Levin Wanders/Georgios Dalampakis.