Falk Kolodziej
Mit Falk Kolodziej verliert die HSG eine tragende Säule im Rückraum. Der Mittelmann zog sich kurz nach seinem Wechsel von Lübbecke nach Krefeld einige Verletzungen zu, darunter im Winter an der Schulter, spielte jedoch trotz der Beschwerden weiter.
„Ich hoffe, dass wir an den letzten beiden Spieltagen den Klassenerhalt noch schaffen. Das ist auch mein persönliches Ziel. Deshalb spiele ich die Saison trotz der Verletzungen zu Ende. Es gab die Überlegung, mich frühzeitig an der linken Schulter operieren zu lassen. Aber ich wollte mich in den Dienst der Mannschaft stellen und fühlte mich verpflichtet, unser gemeinsames Ziel zu erreichen“, sagt der 32-Jährige. Trotz der Verletzungsprobleme blickt Kolodziej positiv auf seine Zeit bei den Eagles zurück: „Egal, wie es am Ende ausgeht – es war schön, in der alten Heimat meiner Eltern zu spielen. Es waren immer Freunde und Familienmitglieder in der Halle. Insgesamt verbinde ich mit der Zeit hier nur positive Emotionen. Auch innerhalb der Mannschaft habe ich mich sehr wohlgefühlt.“
Nach dem letzten Saisonspiel wird Kolodziej nach München zurückkehren, wo er geboren wurde und seine Eltern leben. Dort wird er sich an der linken Schulter operieren lassen. „Im München werde ich auch meine Reha machen, weil ich dort mit meiner vorherigen Schulter-OP (rechst) sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Das ist keine Entscheidung gegen die HSG“, betont er. Wie es sportlich nach der langen Pause weitergeht, ist noch offen: „Mal sehen, was passiert. Vielleicht kehre ich irgendwann noch einmal nach Krefeld zurück.“
Am Samstag möchte sich Kolodziej mit einem Sieg von den Eagles verabschieden – ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein Lübbecke, von dem er im vergangenen Sommer nach Krefeld gewechselt war. „Falk hatte aufgrund seiner Verletzungen eine schwierige Saison, weil er leider immer wieder ausgefallen ist. Besonders die Schulterverletzung im Winter hat ihn stark eingeschränkt. Trotzdem hat er gezeigt, was für ein herausragender Handballer er ist. Er hat uns geholfen, schnell auf Zweitliga-Niveau anzukommen, sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und war der verlängerte Arm unseres Trainers auf dem Feld“, sagt Stefan Meler. Für den Sportlichen Leiter steht fest, dass die Tür für Kolodziej bei der HSG jederzeit offen bleibt: „Wir bleiben im Gespräch und werden sehen, wie die Situation aussieht, wenn Falk wieder gesund ist.“
PAU GUITART
Bereits bei der Verpflichtung von Torwart Pau Guitart Ende Januar war klar, dass der Spanier nach Saisonende in seine Heimat zurückkehren wird. Dort hatte er bereits bei einem Verein in Alicante einen Vertrag unterschrieben. Der 29-Jährige war vom ersten Spiel an die erhoffte Verstärkung und hielt die Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Rennen um den Klassenerhalt.
ROBERT KRASS
Ebenfalls die HSG verlassen wird Robert Krass. Der 2,02 Meter große Linkshänder auf der halbrechten Position war Anfang 2023 zunächst auf Leihbasis vom Zweitligisten Eisenach nach Krefeld gekommen und anschließend fest verpflichtet worden. Trotz seines jungen Alters von damals 21 Jahren konnte er bereits auf große Erfolge und umfangreiche Erfahrung zurückblicken: den Gewinn der U19-Europameisterschaft 2021, die deutsche A-Jugend-Meisterschaft mit den Rhein-Neckar Löwen 2022 sowie zahlreiche Einsätze in der zweiten und dritten Liga. Bei der HSG entwickelte sich Krass sportlich weiter, zeigte zuletzt jedoch zu große Leistungsschwankungen. Deshalb entschied sich die sportliche Leitung gegen eine Vertragsverlängerung. „Wir wünschen Robert für seine Zukunft alles Gute und hoffen, dass er bei einem anderen Verein den nächsten Schritt machen wird“, sagt Stefan Meler. Auch Robert Krass blickt dankbar auf seine Zeit bei der HSG zurück: „Ich habe die Zeit im Verein immer genossen. Leider habe ich zuletzt nicht die Spielpraxis bekommen, die ich mir vorgestellt hatte. Die Einsatzzeiten waren für mich zu gering.“ Nun ist der Rückraumspieler auf der Suche nach einer neuen Herausforderung: „Es ist noch alles offen. Mein Berater kümmert sich darum. Der HSG wünsche ich für die Zukunft alles Gute.“
Tickets für das Heimspiel am Samstag, 30.Mai, 18 Uhr gegen Tus-N-Lübbecke sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.