Sechsmal sechzig Minuten mit klarem Endspielcharakter bleiben den Eagles noch, um am Ende der Zweitliga-Saison als Aufsteiger die Klasse zu halten. Dabei setzt das Team vor allem auf seine in der Rückrunde eindrucksvoll gewachsene Heimstärke: Seit fünf Spielen ist man in eigener Halle ungeschlagen. Das soll auch am Samstag so bleiben, wenn der VfL Lübeck-Schwartau ab 18 Uhr in der Glockenspitzhalle zu Gast ist.
„Wir müssen den Fokus dafür klar schärfen. Die Spieler wissen, was wir erwarten – und dass sie es umsetzen müssen“, betont der Sportliche Leiter Stefan Meler. Gleichzeitig hofft er auf zahlreiche Zuschauer, die der Mannschaft in dieser entscheidenden Saisonphase den Rücken stärken.
Ungern erinnert man sich im Lager der HSG an das Hinspiel. Zu Beginn der zweiten Halbzeit führte das Team noch mit 19:14, ehe ein 7:0-Lauf der Gastgeber folgte und die Partie schließlich mit 31:38 verloren ging. „Das haben wir natürlich noch im Kopf, aber wir können diesmal mit breiter Brust antreten. Wir wissen, dass wir punkten müssen – und dass das am Samstag absolut möglich ist.“ Der Gegner müsse von Beginn an spüren, „dass es bei uns extrem schwer wird, etwas mitzunehmen“, sagt Trainer Mark Schmetz. Er hofft zudem, dass bis zum Spiel alle Akteure fit sind. Mittelmann Falk Kolodziej ist bereits wieder ins Training eingestiegen. Auch Marvin Kix, der bei der Niederlage in Bietigheim aufgrund einer Prellung an der linken Hand nur sporadisch zum Einsatz kam, dürfte rechtzeitig zum Anwurf wieder zum Kader gehören.
Der wachsende Druck im Saisonendspurt belastet die Mannschaft nicht. „Wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können, wenn wir unseren Matchplan konsequent umsetzen und uns nicht zu viele Fehler leisten. Wir lassen uns nicht von Rechenspielen ablenken und schauen nicht auf die Konkurrenz“, erklärt Mark Schmetz. Für das Heimspiel setzt er erneut auf die Unterstützung der Fans: „Wir brauchen wieder so eine Atmosphäre wie im Spiel gegen Potsdam – das hat meine Jungs enorm gepusht.“
Die Gäste von der Ostsee haben sich mit drei Siegen in Folge auf einen einstelligen Tabellenplatz (9.) verbessert und bewegen sich aktuell im gesicherten Mittelfeld – fernab von Abstiegszone und Spitzengruppe. Herzstück des Teams ist Linkshänder Patrick Schrader auf der Rückraum-Mitte-Position, der zuletzt allerdings fehlte. Torhüter Nils Conrad und Rückraumspieler Paul Skorupa haben eine Vergangenheit am Niederrhein. Conrad, gebürtig aus Bottrop, spielte unter anderem für den Hülser SV und den TV Aldekerk, bevor ihn sein Weg über die Rhein Vikings und Essen nach Lübeck führte. Skorupa, der nach einem Achillessehnenriss im vergangenen Jahr derzeit an seinem Comeback arbeitet, trug in der Saison 2020/21 das Trikot der HSG. Der Deutsch-Amerikaner ist in Lübeck ein Publikumsliebling und verlängerte kürzlich seinen Vertrag um zwei Jahre.
Am Rande
Bereits vor dem Spiel findet in der Glockenspitzhalle um 14:30 Uhr die Ehrung der Schulsportmeister statt, die im Anschluss zum Spiel der HSG gegen den VfL Lübeck-Schwartau eingeladen sind. Das Sportamt der Stadt wird dabei von der Sparkasse Krefeld unterstützt.
Tickets für das Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau am Samstag, 25.04.2026 um 18 Uhr sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.