Eagles bleiben ungeschlagen an der Tabellenspitze

Auch in ihrem zweiten Saison-Heimspiel gaben sich die Eagles keine Blöße. Am Samstagabend feierte die HSG Krefeld Niederrhein in der Glockenspitzhalle gegen die Bergischen Panther mit 40:26(20:15) einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und behauptete damit ihre ungeschlagene Tabellenführung in der Süd-West-Staffel der 3. Liga.

Samstag, 26. Sep. 2026
Neuzugang Finn Wolfram (Nr. 10) gab gegen die Bergischen Panther sein Debüt im Trikot der Eagles. Foto: samla

Vor 869 Zuschauern brannten die Gelb-Schwarzen vor allem nach der Pause ein wahres Feuerwerk ab. Überragender Akteur war Torwart Wojciech Borucki, der nicht nur mit zahlreichen Paraden glänzte, sondern sich auch selbst in die Torschützenliste eintrug. Erfolgreichster Werfer der Eagles war Julius Rose mit elf Treffern. Er wurde nach der Partie zum Spieler des Spiels ausgezeichnet. Eine weitere Ehrung erhielt Niklas Michalski, der von den Fans zum Spieler des Monats August gewählt worden war.

Schweigeminute zum Auftakt

Direkt nach dem Anwurf wurde die Partie für eine Schweigeminute unterbrochen. Der Handball-Verband Nordrhein trauert um die plötzlich und viel zu früh verstorbene Sandra „Sandy“ Pauly, die erst im Juli als Mitarbeiterin die Geschäftsstelle des Verbandes verstärkt hatte.

Bis auf den verletzten Marvin Kix waren alle Eagles an Bord. Neuzugang Finn Wolfram nahm zunächst auf der Bank Platz. Im Tor begann Wojciech Borucki. Davor starteten Niklas Ingenpaß, Lars Jagieniak, Lucas Schneider, Niklas Michalski, Jörn Persson und Justin Wollny. Im Angriff kam bei Ballbesitz Maciej Papina für Lars Jagieniak ins Spiel.

Auf Seiten der Gäste stand mit Magnus Berblinger ausgerechnet ein ehemaliger Eagle zwischen den Pfosten. Der Torwart war vor Saisonbeginn von der HSG an die Bergischen Panther ausgeliehen worden und meldete sich gleich mit einer Parade gegen Jörn Persson zu Wort.

Die Eagles erwischten dennoch den besseren Start und zogen schnell auf 6:2 davon. Doch die Panther hielten dagegen und stellten die HSG-Abwehr mit variablen Angriffslösungen immer wieder vor Probleme. Bis zur 19. Minute kamen die Gäste auf zwei Treffer heran (13:11).

Die Eagles ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Die Gelb-Schwarzen erhöhten noch einmal das Tempo und legten einen beeindruckenden 6:0-Lauf hin. Dabei erzielte der starke Jörn Persson seine Treffer Nummer fünf und sechs. Mit einer 20:15-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Wojciech Borucki eröffnet Feuerwerk nach der Pause

Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Wojciech Borucki ein erstes Ausrufezeichen. Der HSG-Torwart krönte seine starke Leistung mit einem Treffer ins leere Panther-Tor zum 21:15.

Es war der Auftakt zu einer furiosen zweiten Halbzeit. Nach einem Treffer der Gäste legten die Eagles einen 5:0-Lauf hin und bauten ihren Vorsprung erstmals auf zehn Tore aus (26:16). Damit war die Partie früh entschieden.

Trainer Mark Schmetz nutzte die komfortable Führung, um die Kräfte auf mehrere Schultern zu verteilen. In der 43. Minute feierte Neuzugang Finn Wolfram seinen ersten Einsatz im HSG-Trikot. Kurz darauf durfte sich der Kreisläufer auch erstmals in die Torschützenliste eintragen.

Auch die beiden Youngster Lennart Kösters und Jan-Luca Mevissen bekamen ihre Einsatzzeiten und trafen ebenfalls. Für Mevissen waren es die ersten beiden Treffer als Drittliga-Akteur.

In der Schlussphase ging es für die Eagles vor allem noch darum, die 40-Tore-Marke zu knacken. Das gelang schließlich Julius Rose, der mit seinem elften Treffer den Schlusspunkt setzte. Keine Mühe hatten die beiden jungen Schiedsrichterinnen mit der fairen Begegnung.

Mark Schmetz: „Dann sieht man, dass der Gegner nur schwer mithalten kann“

Trainer Mark Schmetz zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft:

„Es war schön, mal wieder zu Hause vor unseren eigenen Fans zu spielen. Das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir einen kleinen Hänger, in dem wir leichte Fehler gemacht und einfache Tore kassiert haben. Dann konnten wir aber den Spielfluss der Panther stoppen und nach der Pause daran anknüpfen. Wir konnten unser Tempospiel aufziehen. Dann sieht man, dass der Gegner nur schwer mithalten kann.“

HSG: Rüspeler, Borucki (1) –  Wollny (1), Wolfram (1), Schneider (2), Kösters (1), Siegler (4), Michalski (1/1), Braun, Jagieniak (2), Persson (7), Ingenpaß (2), Rose (11), Papina (5/4), Mevissen (2).

Schiedsrichter: Mandana Khalil/Elfi Oliger.