Obwohl neben den beiden Langzeitverletzten Matija Mircic und Marvin Kix auch Niklas Ingenpaß fehlte, standen die Vorzeichen klar auf Sieg für die Eagles. Beim Anwurf der Gäste hütete Finn Rüspeler das Krefelder Tor. Den Innenblock bildeten Finn Wolfram, der vor einer Woche wegen einer Schnittwunde am Finger gefehlt hatte, und Lars Jagieniak. Letzterer bekam es am Kreis gleich mit seinem Bruder Jan zu tun, der zur Startformation des TuS gehörte. Bei den Eagles standen zudem Niklas Michalski, Lukas Schneider, Jörn Persson und Justin Wollny von Beginn an auf der Platte.
Im Angriff kam Julius Rose für Finn Wolfram ins Spiel und sorgte prompt für den ersten Treffer des Abends. Zwei Tore von Rechtsaußen Niklas Michalski und ein verwandelter Siebenmeter von Maciej Papina, der unter der Woche wegen Magen-Darm-Problemen im Training gefehlt hatte, sorgten für eine schnelle Führung der Gastgeber. In der Folge behielten die Eagles die Kontrolle über das Geschehen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Den einen oder anderen Fehlwurf machte Torhüter Finn Rüspeler mit einer starken Leistung wett. Bis zur Pause standen bereits neun Paraden für ihn zu Buche, sodass die HSG mit einer komfortablen 15:8-Führung in die Kabine ging.
Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Eagles nahtlos an ihren Tempohandball an und vergrößerten den Abstand weiter. Als Maciej Papina in der 41. Minute zum Zehn-Tore-Vorsprung traf, war die Vorentscheidung gefallen. Trainer Mark Schmetz nutzte die Gelegenheit, um auch Lennart Kösters auf Rechtsaußen, Nick Braun auf Linksaußen und Kreisläufer Jan-Luca Mevissen Einsatzzeiten zu geben. Alle drei trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein.
Im Tor löste der Pole Wojciech Borucki den starken Finn Rüspeler ab und setzte gleich ein Ausrufezeichen: Bei einem Siebenmeter parierte er zunächst den Strafwurf und anschließend auch den Nachwurf. Die Gäste bemühten sich zwar, das Ergebnis noch freundlicher zu gestalten, konnten die deutliche Niederlage aber nicht mehr verhindern. Überragender Akteur auf Krefelder Seite war Torhüter Finn Rüspeler, der seine derzeit ausgezeichnete Form erneut unter Beweis stellte. Erfolgreichster Werfer der Eagles war Jörn Persson mit sechs Treffern.
Trainer Mark Schmetz zeigte sich insbesondere angesichts der schwierigen personellen Voraussetzungen zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die Trainingswoche war sehr schwer, weil viele Spieler krank waren und auch heute noch nicht hundertprozentig fit waren. Sie haben auf die Zähne gebissen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Daher bin ich froh, wie das Spiel gelaufen ist. Wir haben wieder eine sehr kompakte Abwehr gestellt, mit einem sehr guten Finn Rüspeler im Tor. Vorne hat uns insgesamt etwas die Aggressivität gefehlt, weil wir heute nicht so viele Körner hatten. Trotzdem haben wir 32 Treffer erzielt. Außerdem haben wir – wie immer – in der zweiten Halbzeit nicht nachgelassen, auch nicht nach der deutlichen Führung.“
HSG: Rüspeler, Borucki – Persson (6), Wolfram (2), Rose (4), Schneider (4), Siegler, Michalski (4), Braun (4), Kösters (1), Jagieniak (1), Papina (4/3), Wollny (1), Mevissen (1).
Schiedsrichter: Levin Wanders/Georgios Dalampakis.