Vor rund 100 Zuschauern, darunter gut 30 mitgereiste Krefelder Fans, legte die Mannschaft bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Erfolg. Nach der Pause wurde es zwar noch einmal etwas enger, doch die Eagles ließen sich nicht aus der Ruhe bringen.
Die Eagles mussten dabei einen personellen Rückschlag verkraften. Unter der Woche war bekannt geworden, dass Matija Mircic, eine tragende Säule im Innenblock, an der Schulter operiert werden musste und für einige Monate ausfällt. Bereits in der vergangenen Saison hatten ihn immer wieder Schmerzen geplagt. Die Hoffnung, die Verletzung in der Sommerpause auskurieren zu können, erfüllte sich leider nicht. Für die HSG ist der Ausfall ein herber Rückschlag im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga.
Für Mircic rückte beim Anwurf Lars Jagieniak an die Seite von Kapitän Niklas Ingenpass. Außerdem begannen Wojciech Borucki, Lucas Schneider, Niklas Michalski, Maciej Papina und Justin Wollny. Die Eagles erwischten einen Start nach Maß. Wojciech Borucki führte sich mit drei Paraden stark ein, während seine Vorderleute trotz zweier Zeitstrafen einen 4:0-Lauf hinlegten. Aus dem 6:2 wurde bis zur 15. Minute ein 10:4. Die Gastgeber fanden anschließend kaum Mittel gegen die konzentriert auftretende HSG, die ihren Vorsprung bis zur Pause auf sieben Treffer ausbaute.
Auch der Beginn der zweiten Halbzeit verlief nach Plan. Obwohl die Eagles in Unterzahl starteten, erzielte Jagieniak den ersten Treffer zum 20:12. Danach erhöhten die Gastgeber den Druck und kamen zweimal bis auf drei Tore heran (19:22 und 24:27). Doch die HSG behielt die Kontrolle. Besonders Marvin Kix übernahm nun Verantwortung und erzielte ab der 45. Minute sechs seiner insgesamt acht Treffer. Vier Minuten vor dem Ende war der Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause wieder hergestellt. Am Ende stand ein verdienter 38:26-Start-Ziel-Sieg. Marvin Kix war mit acht Treffern bester Werfer der Eagles, Wojciech Borucki mit 14 Paraden ein ganz starker Rückhalt.
„Wir wussten, dass es hier nicht so einfach wird. Wir haben uns darauf gut vorbereitet und sind gut ins Spiel gekommen. Trotz der Zweiminutenstrafen sind wir mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause gegangen. Dass der Gegner noch einmal versucht, zurück ins Spiel zu kommen, war klar. Aber Kompliment an meine Mannschaft, wie sie das weggesteckt und noch einmal Gas gegeben hat”, sagte Trainer Mark Schmetz.
HSG: Rüspeler, Borucki – Kix (8), Wollny (4), Schneider, Kösters, Siegler (6), Michalski, Braun (2), Jagieniak (5), Persson (2), Ingenpaß (3), Rose (2), Papina (6/3), Mevissen.
Schiedsrichter: Noha Fikus/Pit Hegebart.