In einer kampfbetonten Begegnung, die angesichts ihrer Bedeutung nicht immer spielerisch glänzte, präsentierte sich die HSG über die gesamte Spielzeit als das reifere Team. Von der Abwehr über das Tempospiel bis hin zur Chancenverwertung waren die Gastgeber besser. Herausragender Akteur war Torhüter Pau Guitart, der mit insgesamt 18 Paraden maßgeblich zum Erfolg beitrug. Bester Werfer der Eagles war Falk Kolodziej mit neun Treffern, davon sieben sicher verwandelte Siebenmeter.
Im wichtigen Duell um den Klassenerhalt erfüllte die HSG damit ihre Pflichtaufgabe und wahrt weiterhin die Chance, auch in der kommenden Saison in der 2. Handball-Bundesliga vertreten zu sein. Bereits am kommenden Samstag um 18 Uhr steht das nächste Heimspiel an: Dann gastiert der Traditionsclub VfL Großwallstadt am Glockenspitz.
Trotz frühlingshafter Temperaturen wollten sich die Handballfans das Kellerduell nicht entgehen lassen. Schon vor dem Anwurf sorgten die Städtischen Werke Krefeld mit einem Gewinnspiel – als Preise winkten Eagles-Trikots – für zusätzliche Stimmung.
Die HSG erwischte einen guten Start in die Partie. Falk Kolodziej eröffnete per Siebenmeter zum 1:0. Die Gastgeber behaupteten in der Anfangsphase die Führung, mussten jedoch einen hartnäckigen Gegner aus dem Schwabenland in Schach halten. Nach dem vierten verwandelten Strafwurf lag die HSG in der 13. Minute erstmals mit drei Treffern vorne (8:5). Zeitstrafen und technische Fehler im Angriff ermöglichten den Gästen jedoch in der 23. Minute den 12:12-Ausgleich. Trainer Mark Schmetz reagierte umgehend mit einer Auszeit (24.) und stellte sein Team neu ein. Mit einer 16:14-Führung ging es schließlich in die Pause.
Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Eagles. Während Oppenweiler seinen ersten Angriff nicht nutzen konnte, setzte sich die HSG mit drei Treffern in Folge auf fünf Tore ab. Überschattet wurde der Wiederbeginn jedoch von einer schweren Fußverletzung des Oppenweilers Lukas Süsser, der auf dem Parkett behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der Schock war seinen Mitspielern zunächst anzumerken, dennoch bemühten sie sich um den Anschluss.
In der Folge stabilisierte sich vor allem die Defensive der HSG deutlich. Zudem steigerte sich Pau Guitart weiter und zeigte zwischen der 45. und 51. Minute mehrere starke Paraden in Serie. Auch die Rote Karte gegen Oppenweilers Ex-Bundesligaspieler Dominik Weiß änderte nichts mehr am Spielverlauf. Die Eagles kontrollierten die Partie souverän und brachten den Pflichtsieg sicher ins Ziel. Selbst als die Gäste in der Schlussphase ohne Torhüter agierten, geriet der Erfolg nicht mehr in Gefahr – im Gegenteil: Pau Guitart setzte mit einem Treffer ins verwaiste Tor zum 31:21 den emotionalen Schlusspunkt unter seine starke Leistung.
Trainer Mark Schmetz sagte nach dem Spiel: “Wir waren der Favorit, aber das Spiel war nur 55:45 für uns. Oppenweiler ist ein guter Aufsteiger mit sehr viel Qualität und hat sich weiterentwickelt. Wenn man das Spiel am Mittwoch gegen Ferndorf sieht, war Oppenweiler trotz der Niederlage das bessere Team. Es war klar, dass die erste Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe wird. Nach der Pause haben wir zehn Prozent draufgelegt und waren in der Abwehr aggressiver. Wir wollten weiter dranbleiben und das Spiel unbedingt gewinnen und haben vorne souverän weitergespielt.”
HSG: Guitart (1), Rüspeler – Kolodziej (9/7), Kix (7), Klasmann, Schneider (7), Siegler (2), Schulz, Marquardt (1), Michalski (1), Jagieniak, Persson, Ingenpaß (2), Rose (5), Mircic (1).Schiedsrichter: Fabian Friedel/ André Schlieder.
Tickets für das Heimspiel gegen Oppenweiler am Sonntag, 1.3.2026 um 17 Uhr sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.