Welche Last im Lager der Eagles nach dem Schlusspfiff des Heimspiels gegen den TV Hüttenberg von den Schultern fiel, war deutlich zu spüren. Endlich wurde die Mannschaft von Trainer Mark Schmetz für ihre insgesamt guten Saisonleistungen belohnt. Endlich gelang es, das vorhandene Potenzial über die gesamten 60 Minuten konsequent auszuschöpfen.
Bei der geschlossenen Teamleistung ragte Torhüter Pau Guitart mit 20 Paraden heraus. Der Spanier avancierte zum Matchwinner und stand nach der Partie im Mittelpunkt. Auch Sportlicher Leiter Stefan Meler zeigte sich hochzufrieden mit der überragenden Vorstellung des Neuzugangs, den er in der kurzen Winterpause verpflichtet hatte.
Viel Zeit, den zweiten Saisonsieg ausgiebig zu genießen, bleibt jedoch nicht. Bereits am Mittwoch gastieren die Eagles im Rahmen der englischen Woche beim TUSEM Essen. Am Sonntag um 17 Uhr ist anschließend der Tabellenletzte HC Oppenweiler/Backnang am Glockenspitz zu Gast.
„Wir wollen das Feld von hinten aufrollen. In Essen erwartet uns sicherlich eine stimmungsvolle Kulisse. Wir freuen uns auf diese Herausforderung und werden sehen, wie es läuft“, sagt Falk Kolodziej. Der Rückraumspieler war gegen Hüttenberg mit acht Treffern – davon vier vom Siebenmeterpunkt – erfolgreichster Werfer der Eagles.
Entsprechend gelöst war die Stimmung nach dem Erfolg: „Die Atmosphäre in der Kabine war natürlich sehr gut, fast schon euphorisch. Am liebsten hätten wir das Spiel in Essen direkt im Anschluss bestritten, um den Schwung mitzunehmen. Aber lange warten müssen wir ja nicht“, erklärte Niklas Ingenpaß am Montag vor dem Training.
Für den Kapitän ist die Partie am Mittwoch eine besondere Begegnung: In der Jugend lief er für TUSEM auf und schaffte dort den Sprung in die Profimannschaft, in der er über mehrere Jahre hinweg regelmäßig zum Einsatz kam.
Als Schlüssel zum Heimsieg nennt der erfahrene Kreisläufer vor allem den starken Auftakt: „So einen Start hat die HSG vielleicht ligaübergreifend noch nie hingelegt. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen.“
Für das Auswärtsspiel in Essen erwartet er eine intensive Aufgabe: „Zu Hause ist das Team extrem gefährlich und hat das Messer immer zwischen den Zähnen. Wenn wir jedoch unsere Abwehr stabilisieren und ins Tempospiel kommen, haben wir dort durchaus unsere Chance. Es ist noch kein Endspiel, aber in unserer Situation wäre ein weiterer Erfolg enorm wichtig, um den positiven Lauf fortzusetzen. Wir müssen wie zuletzt geschlossen als Mannschaft auftreten und dagegenhalten.“
Tickets für das Heimspiel gegen Oppenweiler am Sonntag, 1.3.2026 um 15 Uhr sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.