Eagles verlieren beim Spitzenreiter

Im Auswärtsspiel bei der SG BBM Bietigheim hielt das Team über weite Strecken sehr gut mit und musste sich erst am Ende der Cleverness der Gastgeber beugen.

Freitag, 17. Apr. 2026
Julius Rose war als Mittelmann ein sehr guter Vertreter des erkrankten Falk Kolodziej. Foto: HBL 2

Die Eagles waren am Freitagabend im Auswärtsspiel beim Tabellenführer SG BBM Bietigheim ein hartnäckiger Gegner. Nach 60 Minuten stand vor 2284 Zuschauern zwar eine 29:35 (13:16)-Niederlage zu Buche, aber mit einer kämpferisch starken Leistung hielt die HSG die Partie lange offen, scheiterte am Ende jedoch an der Cleverness der Gastgeber. Beste Werfer der Eagles waren Julius Rose und Jörn Persson, während Christopher Klasmann alle sieben Siebenmeter sicher verwandelte. Da Essen überraschend einen Punkt in Potsdam holte, rutschte die HSG wieder auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Bereits bei der Anreise musste die Mannschaft einen Ausfall verkraften: Rückraumstratege Falk Kolodziej fehlte krankheitsbedingt. Auch Torwart Finn Rüspeler war angeschlagen, trat die Reise jedoch mit an.

Trotz der klaren Favoritenrolle warnte Bietigheims Trainer Iker Romero im Vorfeld vor den Gästen: „Krefeld ist – wie jeder Gegner – sehr gefährlich. Die jüngsten Leistungen und Ergebnisse zeigen, dass sie absolut verdient noch im Rennen um den Klassenerhalt sind. Ich erwarte ein sehr intensives Spiel. Wenn wir jedoch unsere Qualitäten abrufen, liegt es an uns, die zwei Punkte zu holen – so, wie wir es in dieser Saison zu Hause bisher geschafft haben.“ Neben zwei verletzten Spielern musste Romero kurzfristig auch auf Kreisläufer Fischer verzichten.

HSG-Trainer Mark Schmetz begann mit Julius Rose auf der Mittelposition als Ersatz für Kolodziej. Für den angeschlagenen Marvin Kix rückte Jörn Persson in die Startformation.

Die Eagles erwischten einen guten Start und lagen bis zur 14. Minute in Führung (7:6), ehe Bietigheim erstmals in Front ging (8:7/15.). In der Folge wechselte die Führung mehrfach, bevor die Gastgeber drei Fehler der Eagles konsequent nutzten und sich mit einem 3:0-Lauf auf 16:13 zur Halbzeit absetzten. Torwart Pau Guitart hielt seine Mannschaft bis dahin mit sechs Paraden im Spiel, auf die gleiche Anzahl kam auch Bietigheims Schlussmann Martin Tomovski.

Auch in die zweite Halbzeit starteten die Eagles stark und drehten die Partie mit einem 4:0-Lauf zur 18:17-Führung. In der Offensive setzte Schmetz phasenweise auf einen siebten Feldspieler, wodurch Marvin Kix zusätzliche Impulse einbrachte. Diese Taktik zeigte zunächst Wirkung, ehe der Tabellenführer Unkonzentriertheiten der Gäste erneut bestrafte und sich mit einem weiteren 4:0-Lauf auf 26:22 absetzte (48.). Trotz einer Auszeit und der Aufforderung von Trainer Schmetz, weiterhin mutig aufzutreten, gelang es den Eagles nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Bietigheim spielte seine Klasse aus und brachte den Sieg souverän ins Ziel.

Trainer Mark Schmetz sagte nach dem Spiel: “Am Ende ist die Niederlage zu hoch ausgefallen. Wir waren sehr gut im Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir am Ende ein paar einfache Fehler gemacht. Nach der Pause haben wir mit sieben gegen sechs sehr gut gespielt und Chancen kreiert.  Leider scheitern wir dann bei ein paar freien Würfen am Torwart und machen technische Fehler, die zu einfachen Gegentoren führten. Wenn alles optimal gelaufen wäre, hätten wir vielleicht einen Punkt holen können. Aber die Mannschaft hat bis zum Ende gefightet und versucht, nicht noch höher zu verlieren. Das gibt uns Vertrauen für das nächste Spiel.”

Bietigheims Trainer Iker Romero sagte: “Krefeld hat wirklich sehr gut gespielt. Ich habe gewusst, dass dies mit den beiden neuen Spielern ein ganz anderer Gegner als in der Hinrunde ist. Sie glauben daran, dass sie die Klasse halten können. Wir mussten bis zu 60. Minute konzentriert bleiben.”

HSG: Guitart, Rüspeler –  Kix (2), Krass (1), Klasmann (7/7), Schneider (3), Siegler, Schulz, Braun, Marquardt (1), Michalski (3), Jagieniak, Persson (5), Ingenpaß (1), Rose (5), Mircic (1).

Schiedsrichterinnen: Tanja Kuttler/Maike Merz.