Eagles verlieren Pokalspiel gegen Eintracht Hagen

In der ersten Runde des DHB-Pokals mussten sich die Eagles am frühen Sonntagabend in der Glockenspitzhalle dem Zweitligisten VfL Eintracht Hagen mit 29:35 (11:20) geschlagen geben. Vor 715 Zuschauern fanden die Krefelder nur selten Mittel gegen die stark aufspielenden Gäste und leisteten sich zudem zu viele Fehlwürfe und technische Fehler.

Sonntag, 23. Aug. 2026
Neuzugang Maciej Papina (re.) wird hier am Hagener Kreis gestoppt. Foto: samla

Viel diskutiert wurde am Rande der Partie auch der Fall Nordhorn-Lingen. Die Fans der Eintracht zeigten großes Verständnis für die rechtlichen Schritte gegen den Lizenzverstoß der Nordhorner und würden die Krefelder gerne in der HBL2 sehen. Für das weitere Vorgehen der Eagles wünschten sie dem Verein viel Glück.

Nach dem letzten Test gegen den Zweitligisten TSV Bayer Dormagen hatten Trainer und Spieler ein positives Fazit der Vorbereitung gezogen und den Fokus auf die erste große Prüfung der Saison gelegt. Mit dem VfL Eintracht Hagen war schließlich ein Meisterschafts-Mitfavorit der 2. Liga mit gut 70 Fans zum Pokalduell nach Krefeld gekommen. Die Eagles konnten mit ihrer Außenseiterrolle jedoch gut leben. Das Vorbereitungsspiel in Hagen sowie die beiden Zweitliga-Duelle der vergangenen Saison hatten gezeigt, dass der Gegner durchaus zu bezwingen ist.

Trainer Mark Schmetz konnte auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Hinter dem Einsatz des neuen Rückraumspielers Maciej Papina hatte unter der Woche noch ein kleines Fragezeichen gestanden. Doch am Freitag gab der Pole grünes Licht. Er gehörte beim Anwurf ebenso zum Team wie Niklas Ingenpaß, Matija Mircic, Lucas Schneider, Niklas Michalski, Marvin Kix, Lukas Siegler und Torwart Wojciech Borucki. Bei Ballbesitz der Gäste kam Matija Mircic für Maciej Papina auf die Platte.

In den ersten zehn Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Duell. Dank zweier Paraden von Wojciech Borucki gingen die Eagles mit 3:1 in Führung. Doch anschließend übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando und setzten sich bis zur 18. Minute mit fünf Toren ab. So sehr sich die Eagles auch bemühten, den Anschluss wiederherzustellen, scheiterten sie zu häufig am Hager Torwart. Die Eintracht setzte sich weiter ab, auch begünstigt durch fünf Siebenmeter bis zur Pause. Für die HSG gab es bis dahin lediglich einen Strafwurf.

In den letzten Minuten der ersten Halbzeit baute Hagen seinen Vorsprung mit einem 5:0-Lauf auf neun Tore aus und ging mit einer 20:11-Führung in die Pause. Damit war bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Für die Eagles ging es nach dem Seitenwechsel vor allem darum, die Niederlage in Grenzen zu halten und mit Blick auf den Ligastart am kommenden Samstag gegen interaktiv Handball Ratingen/Düsseldorf im Wettkampfmodus zu bleiben. Im Tor stand nun Finn Rüspeler, der sich direkt mit einer Parade gut einführte. Doch auch im zweiten Durchgang verhinderten zahlreiche Fehlwürfe eine Aufholjagd.

Trainer Mark Schmetz versuchte anschließend, mit der 7-gegen-6-Taktik für zusätzliche Treffer zu sorgen. Doch auch diese Maßnahme zeigte zunächst nur bedingt Wirkung. In der 35. Minute betrug der Rückstand erstmals zehn Tore.

Nach 40 Minuten musste die Partie aufgrund eines medizinischen Vorfalls für rund 15 Minuten unterbrochen werden. Krefelds Mannschaftsarzt Dr. Michael Manzke war sofort zur Stelle. Der betroffene Fan aus Hagen war bei Bewusstsein und wurde zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Eagles wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung.

 

Nach der Fortsetzung gaben sich die Eagles nicht auf und sorgten in den letzten zehn Minuten mit einem 5:0-Lauf noch für eine deutliche Ergebniskorrektur. Einen wichtigen Anteil daran hatte Torwart Finn Rüspeler, der insgesamt sechs Paraden beisteuerte.

 

„Man hat den Unterschied zu einer Mannschaft gesehen, die um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen kann. Wir wollten auf Zweitliga-Niveau mithalten, was uns nur in den ersten 20 Minuten lang gelungen ist. Insgesamt haben wir uns aber zu viele Fehlwürfe und technische Fehler geleistet. Wir müssen die Fehler jetzt ansprechen und abstellen. Dann bin ich sicher, dass wir nächsten Samstag bereit für den Ligastart sind“, sagte Trainer Mark Schmetz nach dem Spiel.

 

HSG: Rüspeler, Wojchiech – Kix (4), Wollny, Schneider, Kösters, Siegler (4), Michalski (3), Braun, Jagieniak (5), Persson (3), Ingenpaß (2), Rose (3), Papina (3/1), Mevissen, Mircic (1).

Schiedsrichter: Jannik Otto/Raphael Piper.