Der Linksaußen stammt gebürtig aus Müden (Niedersachsen), wo auch seine handballerischen Wurzeln liegen. Bereits seine Eltern spielten dort für den örtlichen Verein. Anschließend durchlief Justin Wollny die Nachwuchsförderung des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.
Schon früh galt er als schneller und dynamischer Außenspieler mit ausgeprägtem Zug zum Tor. Über die Jugend- und U23-Teams arbeitete er sich kontinuierlich an den Profikader der „Recken“ heran.
„Wir bekommen einen sehr talentierten Linksaußen, den wir von unserem Weg überzeugen konnten. Justin hat in der vergangenen Saison bei den Füchsen gute Leistungen gezeigt, viele Tore erzielt und auch vom Siebenmeterpunkt überzeugt. Er ist eine sehr gute Ergänzung für unseren Kader“, sagt Stefan Meler.
Seinen sportlichen Durchbruch feierte Justin Wollny in der Saison 2022/23. Verletzungsbedingte Ausfälle im Bundesligateam eröffneten ihm die Chance auf Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse, die er mit großem Einsatz nutzte. Besonders bemerkenswert war dabei eine außergewöhnliche Statistik: Innerhalb einer Saison erzielte er Tore in vier verschiedenen Spielklassen – von der Bundesliga bis hin zu den unteren Mannschaften seines Vereins. Dieses seltene Kunststück sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit und unterstrich sein Potenzial sowie seine Vielseitigkeit.
Um regelmäßig Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln und seine sportliche Entwicklung weiter voranzutreiben, wechselte Justin Wollny anschließend zur U23 der Füchse Berlin. Dort entwickelte er sich kontinuierlich weiter, ehe ihn ein Wirbelbruch im unteren Rückenbereich ausbremste. Nach einer Operation und rund fünf Monaten intensiver Rehabilitation kehrte er erfolgreich in die 3. Liga zurück.
Justin Wollny zeichnet sich durch seine Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Zu seinen Stärken zählen insbesondere das Tempospiel, der Gegenstoß sowie seine Abschlussstärke von der Außenposition – vor allem aus spitzem Winkel.
„Bei den Füchsen hätte ich vielleicht noch ein Jahr bleiben können. Aber ich bin dort für die U23 inzwischen etwas zu alt und habe deshalb nach einer Mannschaft auf Zweitliganiveau gesucht. Da kam Krefeld auf mich zu. Ich habe die Eagles im Abstiegskampf der vergangenen Saison verfolgt und bin überzeugt, dass die Mannschaft stark genug ist, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen“, sagt der Neuzugang.
In Krefeld möchte sich der 23-Jährige schnell etablieren: „Durch meine Zeit in der 3. Liga habe ich trotz meines Alters schon einiges an Erfahrung gesammelt.“ Aus dem aktuellen Eagles-Kader kennt er bereits Marvin Kix, mit dem er während seiner Zeit in Berlin in Potsdam gemeinsam trainierte. Gegen Lukas Siegler spielte er bereits, als dieser noch das Trikot des TuS Vinnhorst trug.