Eagles verschenken einen Punkt

Die Eagles mussten sich am Samstagabend im Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau trotz einer über weite Strecken guten Leistung mit einem 28:28 (16:14)-Unentschieden begnügen.

Samstag, 25. Apr. 2026
Torwart Pau Guitart war mit 15 Paraden am Ende Mann des Tages der HSG. Foto: samla

Vor 1.446 Zuschauern leistete sich das Team insbesondere nach einer 22:16-Führung zu viele Fehler und konnte sich am Ende bei seinem erneut stark aufgelegten Torwart Pau Guitart bedanken, dass zumindest ein Punkt gesichert wurde. Ob dieser im Abstiegskampf noch von entscheidender Bedeutung sein wird, bleibt abzuwarten.

Bereits lange vor dem Anpfiff gab es viel Applaus: Die Stadt Krefeld ehrte mit Unterstützung der Sparkasse ihre Schulsportmeister, die im Anschluss zum Heimspiel der HSG eingeladen waren. Zu Meisterehren werden die Eagles zwar nicht kommen, doch der Klassenerhalt hätte für den Aufsteiger einen ähnlich hohen Stellenwert. Entsprechend groß war die Bedeutung der Partie, dem ersten von sechs verbleibenden „Endspielen“ im Kampf um den rettenden 16. Tabellenplatz. Trainer Mark Schmetz konnte dabei auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die Gäste von der Ostsee reisten hingegen mit einem dezimierten Aufgebot und einigen mitgereisten Fans an; insbesondere im Rückraum fehlten wichtige Akteure. „Es gibt dennoch keinen Grund, den Gegner zu unterschätzen“, betonte Sportdirektor Stefan Meler im Vorfeld.

Die Mannschaft setzte diese Vorgabe konsequent um, erwischte einen guten Start und ging früh mit 6:3 in Führung. Die Gäste blieben jedoch dran und drehten die Partie nach mehreren Fehlwürfen der Eagles zwischenzeitlich zu ihren Gunsten (9:8). Die Gelb-Schwarzen ließen sich davon nicht beeindrucken und erkämpften sich – auch dank insgesamt acht Paraden – die Führung zurück. Zwischenzeitlich brachte Schmetz mit Jörn Persson, Julius Rose und Lars Jagieniak frische Kräfte aufs Feld. In der Schlussphase der ersten Hälfte versuchte Lübecks Trainer, mit sieben Feldspielern für mehr Druck zu sorgen – ohne Erfolg. Lucas Schneider stellte mit einem Treffer ins leere Tor den 16:14-Pausenstand her.

In der Halbzeitpause wurde die A-Jugend der Eagles geehrt, die sich die Niederrheinmeisterschaft gesichert hatte. Nach dem Seitenwechsel erwischte die HSG einen noch besseren Start als zu Beginn der Partie und zog auf 22:16 davon. Trotz aller Bemühungen der Gäste, den Anschluss wiederherzustellen, behaupteten die Gastgeber zunächst ihre Führung. Torwart Pau Guitart knüpfte dabei nahtlos an seine starke Leistung aus der ersten Hälfte an. Doch der deutliche Rückstand brachte die Lübecker nicht aus dem Konzept: Sie bewiesen großen Kampfgeist, glichen aus und hatten sogar die Chance, in Führung zu gehen – doch erneut verhinderte Pau Guitart Schlimmeres. In der Schlussminute, beim Stand von 28:28, bot sich der HSG noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. Nach einem Wurfversuch von Jörn Persson blieb ein Foul der Gäste jedoch ungeahndet, sodass es letztlich beim Unentschieden blieb.

Trainer Mark Schmetz sagte nach dem Spiel: “Die Mannschaft hat das von Beginn gut umgesetzt. Wir wussten, dass es schwer wird, auch wenn beim Gegner einige Spieler verletzt ausfallen. Dann wird es trotzdem schwer, weil man sich auf die anderen Spieler nicht so einstellen konnte. Das haben wir dann aber trotzdem gut gemacht. Wir lassen vor der Pause an paar freie Würfe liegen, sonst wären wir mit einer höheren Führung in die Halbzeit gegangen. Nach dem Wechsel spielen wir das richtig gut und führen sogar mit sechs Toren. Leider machen wir dann zu viele Fehler und verlieren Eins-gegen-Eins-Situationen, weil die Hilfestellung fehlt. Vorne haben wir uns zu schnelle und unüberlegte Würfe geleistet. Dazu kommt noch Pech, dann kippt so ein Spiel. Aber die Mannschaft kämpft weiter, sind es aber selber schuld, dass wir einen Punkt verlieren. Nach der Pause sind wir mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht glücklich. Aber wenn man so deutlich führt, muss man trotzdem das Spiel gewinnen.”

Lübecks Trainer David Röhrig sagte: ” Krefeld hätte heute einen Punkt mehr verdient gehabt. Wir sind heute extrem glücklich mit dem Punkt. Das hat zwei Gründe. Zum einen wegen der aktuellen Form der Eagles, zum anderen, weil wir nur drei Rückraumspieler dabei hatten, von von einer nicht so durchziehen kann.”

HSG: Guitart, Rüspeler –  Kix (4), Krass (1), Kolodziej (4/4), Klasmann, Schneider (4), Siegler, Schulz (2), Marquardt, Michalski (3), Jagieniak (1), Persson (5), Ingenpaß (1), Rose (1), Mircic (2). Schiedsrichter: Maximilian Engeln/Felix Schmitz.