Eagles verspielen möglichen Punktgewinn

Die Mannschaft musste sich am Mittwochabend im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde bei den Eulen Ludwigshafen mit 27:30 (14:14) geschlagen geben. Entscheidend war der schwache Start in die zweite Halbzeit.

Mittwoch, 18. Feb. 2026
Marvin Kix (Nr. 7), hier am eigenen Kreis in Aktion, war mit sieben Treffern bester Werfer der HSG. Foto; HBL2

Seit Aschermittwoch ist für die Eagles im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga zwar noch nicht alles verloren, doch die 27:30 (14:14)-Niederlage im ersten Auswärtsspiel der Rückrunde bei den Eulen Ludwigshafen versetzte den Hoffnungen auf den Klassenerhalt einen spürbaren Dämpfer.Vor 1.824 Zuschauern verspielte die HSG in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit einen möglichen Sieg. Viel Zeit zum Grübeln bleibt jedoch nicht, denn bereits am Samstag steht um 19.30 Uhr das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg auf dem Programm.

Kurz nach Mittag waren die Eagles voller Zuversicht in den Mannschaftsbus gestiegen. Schließlich hatte das Team gegen die Eulen bislang seinen einzigen Saisonsieg gefeiert. Auch einige Fans machten sich auf den Weg nach Ludwigshafen, wo die Gastgeber im Stadtteil Friesenheim beheimatet sind und ihre Heimspiele in der 2.300 Zuschauer fassenden Friedrich-Ebert-Halle austragen, die auch „Ebert-Hölle“ genannt wird. Für diesen ungewöhnlichen Spieltermin hatte der Club eine besondere Aktion gestartet: Dauerkarteninhaber konnten kostenlos einen Gast mitbringen. Entsprechend gut gefüllt waren die Ränge.HSG-Trainer Mark Schmetz konnte bis auf Robert Krass auf den kompletten Kader zurückgreifen. Beim Anwurf der Eagles stand Paul Guitard im Tor. Davor agierten Niklas Ingenpaß, Falk Kolodziej, Marvin Kix, Cedric Marquardt, Lucas Schneider und Niklas Michalski.Marvin Kix erzielte den ersten Treffer des Abends und eröffnete damit das Duell. Nach Zeitstrafen gegen Niklas Ingenpaß und Lukas Siegler setzten sich die Hausherren jedoch auf 7:3 (12.) ab. Die Eagles ließen sich davon nicht beeindrucken – im Gegenteil: Mit seinem bereits vierten Treffer brachte Marvin Kix seine Mannschaft mit 9:8 (19.) in Führung. Diese bauten die Gäste bis auf 14:11 (27.) aus, versäumten es jedoch, den Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen. Den Eulen gelang noch vor der Pause der Ausgleich.

Mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit gingen die Gastgeber wieder in Führung. Zwar stellte die Eagles-Abwehr die Eulen immer wieder vor Probleme, doch nach zwei Fehlwürfen im Angriff, einem Stürmerfoul sowie einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Niklas Michalski zogen die Hausherren bis zur 43. Minute auf fünf Tore davon. Trainer Mark Schmetz nahm seine erste Auszeit und brachte Julius Rose ins Spiel, der jedoch zunächst mit einem Fehlwurf startete. Auch Mike Schulz erhielt nun Einsatzzeit und verwandelte direkt seine ersten beiden Würfe. Im Tor ersetzte Anel Durmic Paul Guitard.Durch zwei Treffer von Julius Rose sowie einen gehaltenen Siebenmeter von Anel Durmic verkürzte die HSG noch einmal auf drei Tore. In einer weiteren Auszeit stellte Schmetz auf die Variante mit sieben Feldspielern um. Falk Kolodziej traf zum 25:27 (57.). Doch mehr war für die Eagles an diesem Abend nicht mehr drin. Am Ende stand eine 27:30-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Stimmen: Mark Schmetz: “Am Ende waren die Eulen das glücklichere Team. Wir spielen eine gute erste Halbzeit und führen mit 14:11, die wir mit in die Halbzeit nehmen mussten, verwerfen aber zwei schnelle Würfe. Nach der Pause hatten wir eine schlechte Phase und liegen nach Fehlwürfen und technischen Fehlern mit fünf Treffern zurück. Das haben die Eulen eiskalt ausgenutzt. Diese beiden Phasen muss ich meiner Mannschaft vorwerfen. Ansonsten hat die Mannschaft sehr gut gekämpft und alles gegeben. Man muss aber auch sagen, wie die Schiedsrichter heute gepfiffen haben, war das Schlechteste, was ich in zehn Jahren gesehen habe. Aber das muss man hinnehmen.”Stefan Meler: “Wir führen kurz vor der Pause 14:11und dann steht es irgendwann 22:17 für die Eulen. Es ist heute mal wieder viel zusammengekommen. Wir hatten kein Spielglück. Der Großteil der Mannschaft hat sein Herz auf der Platte gelassen. Dazu kamen aber auch Nicht-Leistungen. Die Qualität ist vorhanden. Die muss man aber im richtigen Moment abrufen. Man kann im Spiel schlechte Phasen haben, darf aber keinen 3:11-Lauf kassieren. Dazu kommt dann auch noch eine schlechte Schiedsrichter-Leistung.”

HSG:  Guitard, Durmic – Kolodziej (1), Kix (7), Klasmann, Schneider (4), Siegler (1), Schulz (2), Michalski (1), Braun, Jagieniak (4), Persson (1), Ingenpaß (3), Rose (3), Mircic.

BU: Marvin Kix (Nr. 7), hier am eigenen Kreis in Aktion, war mit sieben Treffern bester Werfer der HSG. Foto: HBL2Tickets für das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg am Samstag, 21.2.2026 um 19.30 Uhr sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.