Die Spannung im Auf- und Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga ist kaum zu überbieten. Für die Eagles geht es in den verbleibenden fünf Spielen um den Sprung auf Tabellenplatz 16 – und damit um das Erreichen des Saisonziels. Vieles deutet dabei auf einen Zweikampf mit dem aktuell punktgleichen Team aus Essen hin.
Die kommenden Aufgaben haben es in sich: Am Freitag um 19.30 Uhr gastiert die HSG beim Tabellendritten HC Elbflorenz in Dresden, der weiterhin Aufstiegschancen besitzt. Am Sonntag, 10. Mai, empfängt die HSG dann um 17 Uhr den Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten in der Glockenspitzhalle. Zwei echte Hürden für die Eagles.
Neben der verpassten Siegchance im Heimspiel gegen Lübeck-Schwartau mussten die Eagles einen weiteren Rückschlag verkraften: Abwehrchef Matija Mircic zog sich am Samstag eine Handverletzung zu, die sich bei einer Untersuchung als Bruch herausstellte. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet. Ausgerechnet im entscheidenden Abstiegskampf fehlt somit eine zentrale Stütze des Teams. „Das ist sehr bitter und trifft uns hart. Aber wir werden uns darauf einstellen und Lösungen für unsere Abwehr finden“, sagt Trainer Mark Schmetz. Dabei setzt er nicht nur auf Lars Jagieniak, der bereits häufig an der Seite von Niklas Ingenpaß im Innenblock agierte: „Wir haben zudem die Möglichkeit, unser Abwehrsystem anzupassen.“
Trotz der schwierigen Aufgaben wollen sich die Eagles deutlich besser präsentieren als bei der 27:43-Niederlage im Hinspiel. „Das ist eine sehr starke Mannschaft. Auch wenn mit Norberg ein wichtiger Spieler fehlt, verfügen sie mit Akteuren wie Greß, Pehlivan sowie ihren Torhütern über enorme Qualität“, betont der Sportliche Leiter Stefan Meler.
Personalplanung
Im Zuge der Planungen für die kommende Saison steht fest, dass der Vertrag von Linksaußen Cedric Marquardt nicht verlängert wird. „Manchmal müssen Sportliche Leiter und der Verein schwere Entscheidungen treffen, wenn man das große Ganze im Blick hat“, erklärt Stefan Meler. Der 24-Jährige, der 2023 vom damaligen Zweitligisten Eisenach zur HSG wechselte, habe sowohl in der 3. Liga als auch in der Hinrunde dieser Saison überzeugt: „Wir wollen uns auf dieser Position künftig anders aufstellen und den Fokus nicht ausschließlich auf die 3. Liga legen.“
Gleichzeitig würdigt Stefan Meler Cedric Marquardts Einsatz: „Auch wenn er aktuell wenig Spielzeit erhält, hat er stets gezeigt, dass er ein hervorragender Teamplayer ist und bis zum Schluss alles geben wird. Das hat er unter anderem im Spiel gegen Potsdam bewiesen, als er in der zweiten Halbzeit ins Spiel kam und mit seinen Treffern maßgeblich zum Unentschieden beitrug. Ich wünsche ihm privat und sportlich alles Gute.“
Auch Trainer Mark Schmetz hebt die Bedeutung des Linksaußen hervor: „Cedric hat sich bei uns sehr gut entwickelt und dem Team immer viel gegeben. Er ist ein absoluter Profi, der stets mit vollem Einsatz dabei ist. Auch menschlich ist er ein großer Gewinn für die Mannschaft.“
Cedric Marquardt selbst blickt dankbar auf seine Zeit zurück: „Das war eine schöne Zeit bei der HSG. Ich danke mich besonders bei den Fans, meinen Mitspielern und dem Verein. Die drei Jahre habe ich sehr genossen.“ Über seine sportliche Zukunft will er in den kommenden Wochen entscheiden.
Tickets für das Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag, 10. Mai, 17 Uhr, sind online unter: https://tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de und an der Abendkasse erhältlich.