Bis zur Pause lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe. Durch einen Fehlstart in die zweite Halbzeit geriet die HSG jedoch schnell deutlich in Rückstand und konnte trotz großen Kampfes und Einsatzwillens nicht mehr entscheidend ins Spiel zurückfinden. Mann des Abends war Hagens Torwart Dennis Wipf, dem nach der Pause 12 seiner insgesamt 15 Paraden gelangen.
Trainer Mark Schmetz konnte auf das Aufgebot aus dem Heimspiel gegen Dormagen zurückgreifen. Sein Team fand mit dem Rückenwind des Derby-Siegs gut in die Partie. Dabei nutzten die Eagles die 7-gegen-6-Variante der Gastgeber konsequent aus und erzielten fünf Treffer ins leere Tor. Erst nach der ersten Auszeit konnten sich die Hausherren in der 19. Minute erstmals auf drei Tore zum 14:11 absetzen. Die Krefelder hielten jedoch dagegen und blieben auf Tuchfühlung. Für Falk Kolodziej und Marvin Kix kamen Julius Rose und Jörn Persson ins Spiel. Auch Torwart Finn Rüspeler, der für Pau Guitart eingewechselt wurde, trug mit drei Paraden seinen Teil dazu bei, dass das Spiel eng blieb. Auf der Gegenseite zahlte sich ein zwischenzeitlicher Torwartwechsel ebenfalls mit drei Paraden aus. Zur Pause führte Eintracht Hagen mit drei Treffern (19:16), auch weil die Fehlwurfquote der Krefelder höher war (8:5).
Nach dem Anwurf zur zweiten Halbzeit legten die Hagener den Grundstein für ihren Sieg. Dank weiterer Paraden von Dennis Wipf sowie mehrerer Fehlwürfe der Eagles – darunter auch ein Siebenmeter – zogen die Gastgeber auf sechs Tore davon.
Für den Aufsteiger vom Niederrhein wurde es nun zunehmend schwer, den Anschluss zu halten. Trainer Mark Schmetz setzte auf die 7-gegen-6-Variante. Dazu machte Finn Rüspeler Platz für Pau Guitart im Tor machte. Am Spanier lag es jedoch nicht, dass seine Mannschaft den Rückstand nicht verkürzen konnte. Zweimal konnten die Eagles bis auf drei Treffer herankommen, scheiterten dann jedoch an Wipf. Zusätzlich schwächte sich das Team selbst: Kapitän Niklas Ingenpaß sah nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Fünf Minuten vor dem Ende besiegelte Hagen mit dem Treffer zum 35:28 endgültig die Niederlage der Krefelder. In seiner letzten Auszeit wies Trainer Mark Schmetz seine Spieler darauf hin, wie wichtig das Torverhältnis am Saisonende sein kann.
Julius Rose, mit sieben Treffern bester Werfer der HSG, sagte nach dem Spiel: „Bis zur Pause halten wir es gut uns offen. Da fehlten uns vielleicht ein zwei Paraden oder Abwehraktionen, um das Ergebnis bis dahin noch enger zu gestalten. Insgesamt haben wir die Überzahl nicht gut genug ausgespielt. Dazu hat uns Hagen immer wieder mit verschiedenen Abwehraktionen vor neuen Aufgaben gestellt hat, was gut funktioniert hat. Dazu hat und Torwart Dennis Wipf vor Probleme gestellt.“
Trainer Mark Schmetz fasste das Spiel so zusammen: „Der größte Unterschied war heute die Torwartleistung. Wir hatten am Ende 21 Fehlwürfe, davon ich glaube 12, 13 hundertprozentige. Dann wird es schwer gegen ein Team wie Hagen, das um den Aufstieg mitspielt, wieder ranzukommen. Wir hatten vor der Pause auf alles gute Antworten. In der zweiten Halbzeit haben wir die Chancen, noch einmal ranzukommen, nicht genutzt und wieder zu leichte Fehler gemacht. Das nutzt so ein Gegner wie Hagen eiskalt aus. Die Mannschaft hat aber bis zum Schluss gekämpft, um nicht noch höher zu verlieren.”
HSG: Guitart, Rüspeler – Krass, Kolodziej (3/1), Kix (2), Klasmann, Schneider (6), Siegler (1), Schulz (2/1), Marquardt, Michalski, Jagieniak, (1), Persson (3), Ingenpaß (4), Rose (7), Mircic. Schiedsrichter: Leonard Bona/Malte Frank.