HSG in Bestbesetzung gegen Gelnhausen
Im Spitzenspiel konnte HSG-Trainer Mark Schmetz nahezu auf alle Kaderoptionen zurückgreifen. Lediglich Lars Jagieniak war verletzungsbedingt nicht dabei.
In der mit 2.500 Zuschauern ausverkauften Glockenspitzhalle baute der niederländische Übungsleiter Schmetz zunächst auf Martin Juzbasic im Tor sowie Cedric Marquardt, Julius Rose, Jörn Persson, Lucas Schneider, Tim Hildenbrand und Niklas Ingenpaß im Feld.
HSG stellt schnell die Weichen auf Heimsieg
Nachdem der Tabellenzweite anwarf und sich Torhüter Juzbasic früh mit der ersten Parade in der Partie anmeldete, war es Lucas Schneider vorbehalten, die 1:0-Führung zu erzielen. Mit einem taktischen Kniff – Schmetz brachte gleich zu Beginn im Angriff den siebten Feldspieler – überrumpelte der Übungsleiter die Gäste. Hiervon profitierten sowohl Rose als auch wenig später Persson, die die sich ergebenden Lücken in der Defensive des TVG fanden.
Eine Schrecksekunde gab es wenig später, als Juzbasic nach dem 3:1 ins Tor zurückeilte und mit dem Pfosten kollidierte. Der Schlussmann konnte nach kurzer Behandlungspause jedoch weiterspielen.
In einer flotten Anfangsphase verpasste Rechtsaußen Hildenbrand aus spitzem Winkel per Dreher die erste Drei-Tore-Führung zum möglichen 5:2 (8. Spielminute), stattdessen verkürzten die Hessen ihrerseits auf nur noch 4:3.
Viel Torgefahr strahlten insbesondere Rose und Persson aus, während die HSG-Defensive immer kompakter stand. Das nutzten die Seidenstädter aus, indem sie auf 6:3 erhöhten (12. Spielminute). Eine klarere Führung verpassten die Gastgeber, da gleich zwei aufeinanderfolgende Tempogegenstöße nicht im Tor, sondern an der Hand des Gästetorhüters landeten. In der folgenden Überzahl machten die Eagles es dann jedoch besser und stellten auf 10:6 durch Marquardt, der den Ball im verwaisten Tor des TVG unterbrachte.
Eine Waffe der Hessen sollte heute gänzlich fehlzünden. Malolepszy, ansonsten bester Siebenmeterschütze der 3. Liga, scheiterte gleich zweifach an Juzbasic, ein dritter Versuch landete komplett neben dem Tor. Juzbasic legte damit den Grundstein für die 13:7-Führung nach 25 Minuten, ehe Robert Krass, der mittlerweile auf der Platte war, heiß lief. Der Rückraumspieler schweißte zwei Sprungwürfe unnachahmlich ein.
Beim Stand von 15:9 nahm Schmetz die erste Auszeit (27. Spielminute) und seine Mannschaft setze seine Vorgaben weiterhin blendend um. Mit Tempohandball vor der Pause erhöhten sie bis zur 30. Minute auf 17:10.
Überdeutlicher Heimsieg und Meisterschaft im Süd-Westen
Auch die zweite Hälfte begannen die Gelb-Schwarzen hellwach und fanden in der Unterzahl zu Beginn des zweiten Durchgangs gute Lösungen. So stecke Kapitän Klasmann auf den eingelaufenen Hildenbrand wunderbar durch, der auf 19:12 stellte (35. Spielminute).
Auch drei Tore am Stück brachten die Eagles dabei nicht aus der Ruhe. Rechtsaußen Hildenbrand unterbrach diese Serie, als er zum 20:14 einwarf (37.).
Die HSG zog immer wieder an und ließ die Gäste nicht heranrücken. Im Gegenteil: In Überzahl erhöhten die Hausherren per Doppelschlag Tim Hildenbrands auf 25:16, ehe nach gelungener Abwehraktion Marquardt per Gegenstoß die erste Zehn-Tore-Führung zum 26:16 herbeiführte. Gästetrainer Geiger nahm postwendend die Auszeit (43. Spielminute). Die 26 Tore, die der TV Gelnhausen bislang pro Saisonspiel im Schnitt kassiert hatte, waren bereits eine gute Viertelstunde vor Spielende erreicht.
Die Gastgeber spielten sich in einen wahren Rausch und profitierten von einer bärenstarken Defensive. So kamen sie immer wieder ins Umschaltspiel und konnten vermeintlich einfache Tore erzielen. Beispielhaft war das 29:18 durch Marquardt nach einem Steal von Tim Hildenbrand.
Das 30. Tor durch Klasmann per Siebenmeter fiel bereits rund 12 Minuten vor Schluss. Die Eagles blieben auf dem Gaspedal und beendeten die Partie schlussendlich mit einem deutlichen 36:24.
Mit diesem sportlichen Statement gegen den direkten Verfolger bleibt die HSG nicht nur weiterhin ungeschlagen, sondern sichert sich zudem die Meisterschaft der Süd-West-Staffel der 3. Liga. Damit ist auch klar, dass die Seidenstädter im Rückspiel der 1. Runde der Relegation zur 2. Handball-Bundesliga Heimrecht haben werden.
Endstand: 36:24 (17:10)
Zuschauer: 2.500
Statistik: Juzbasic, Bartmann – Krass (3), Klasmann (3/2), Schneider (3), Noll (1), Hildenbrand (3), Siegler, Schulz, Marquardt (5), Hüller (1), Persson (8), Ingenpaß (3), Rose (5), Krancz, Mircic (1)
In der Hauptrunde stehen für die HSG nur noch drei Partien an. Am kommenden Wochenende reisen die Gelb-Schwarzen am Samstag nach Rheinland-Pfalz zur TSG Haßloch, empfangen nach der Osterpause am 26. April den TuS Opladen, ehe der abschließende Härtetest vor der Aufstiegsrunde am letzten Spieltag, 03. Mai, beim Longericher SC stattfindet.
Tickets für die Partie gegen den TuS Opladen, für die bereits rund 700 Karten abgesetzt wurden, sind unter tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de erhältlich.