HSG überspringt hohe Auswärtshürde

Die HSG beginnt den März, wie sie den Februar abgeschlossen hat.
Nach einer spielfreien Woche stand für die Eagles die Auswärtsreise zum Tabellenvierten Saase³ Leutershausen an – eine Begegnung, die nicht nur auf dem Papier eine Herausforderung darstellen sollte.
Lautstark unterstützt wurden die Eagles von über 30 Fans aus Krefeld.

Samstag, 08. März 2025

Spitzenspiel an der Bergstraße

Analog zur Vorwoche standen Lars Jagieniak und Tim Claasen nicht zur Verfügung.

In der Heinrich-Beck-Halle setzte Schmetz zu Spielbeginn auf Martin Juzbasic im Tor sowie Pascal Noll, Christopher Klasmann, Jörn Persson, Lucas Schneider, Mike Schulz und Niklas Ingenpaß im Feld.

Bei den Gastgebern war unter der Woche Trainer Thorsten Schmid zurückgetreten und saß dementsprechend nicht auf der Bank. Ihn vertrat Livio Ianos an der Seitenlinie.

Torarme Anfangsphase in Leutershausen

Das Spiel begann mit Anwurf für die Gelb-Schwarzen und Toptorjäger Jörn Persson war es gleich vorbehalten, die Partie zu eröffnen. Der Rückraumspieler netzte noch in der ersten Spielminute zum 0:1 ein.

Der erste Angriff der Gastgeber landete hingegen an der Latte des Krefelder Gehäuses und auch beim zweiten Versuch, nachdem der Abpraller abermals bei S3L gelandet war, durften sie nicht jubeln. Martin Juzbasic im Tor parierte glänzend und war somit vorerst Endstation.

Generell deuteten die Seidenstädter schon in der Startphase an, dass sie nicht gewillt sein würden, allzu viele Gegentore zuzulassen. Die Mannschaft von Trainer Schmetz agierte in der Verteidigung hellwach und aggressiv, rückte zudem immer wieder auf neun Meter raus und unterband das Rückraumspiel der Bergsträßer früh.

Da die Eagles jedoch offensiv auch die letzte Durchschlagskraft vermissen ließen, dauerte es bis zur sechsten Minute, ehe ein zweiter Treffer auf der Anzeigetafel auftauchte. Diesmal war es Lucas Schneider, der durchbrechen konnte und zum 0:2 traf.

Abgesehen vom postwendenden Anschlusstreffer über den pfeilschnellen Linksaußen der Gastgeber, schaffte es die HSG immer wieder, den Gegner ins Positionsspiel und auch ins Zeitspiel zu zwingen. So konnte sich Martin Juzbasic ein ums andere Mal auszeichnen. Da offensiv jedoch auch einige Chancen, insbesondere bei Würfen aus dem Rückraum, liegen gelassen wurden, gelang es den Gelb-Schwarzen zunächst nicht, sich entscheidend abzusetzen. Nach 14 Minuten stand es in einer torarmen Partie 3:4.

Nachdem zunächst Klasmann per gefühlvollem Siebenmeter und wenig später Ingenpaß vom Kreis die erste Drei-Tore-Führung herauswerfen konnten, stellte S3L auf eine offensivere 5:1-Deckung um. Mark Schmetz reagierte seinerseits mit der ersten Auszeit darauf und brachte Julius Rose für Klasmann. Diese Auszeit schien zu fruchten, denn der HSG gelang es, innerhalb weniger Minuten von 4:7 auf 5:10 zu erhöhen. Zunächst scheiterte Mike Schulz noch per Dreher am Fuß des gegnerischen Torhüters, kurze Zeit später machte es Niklas Ingenpaß am Kreis dann aber zweistellig (23. Spielminute).

In der Folge wechselte Schmetz weiter durch und brachte Krass sowie Marquardt für Schneider sowie Noll in die Partie. Diese war wenig später für Abwehrchef Matija Mircic beendet, als er zu massiv beim Kreisläufer der Gastgeber zupackte und dafür vom Schiedsrichtergespann rot sah.

Die Führung der Eagles blieb trotz Unterzahl bestehen. Das lag vor allem an der unheimlich stark und diszipliniert agierenden Defensive. Offensiv traf Robert Krass kurz vor der Pause zum 8:14, wurde jedoch noch von Hannes Weindl gekontert, sodass es mit 9:14 in die Halbzeitpause ging.

Fehlstart in die zweite Hälfte

Der zweite Spielabschnitt begann ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Eagles, bei denen Tim Hildenbrand auf Rechtsaußen fortan mitwirkte. Sie agierten defensiv deutlich weniger kompakt, ließen einfache Gegentreffer zu und vergaben vorne hochprozentige Würfe in Serie. So verkürzten die Gastgeber innerhalb von dreieinhalb Minuten von 9:14 auf 13:14 – der Glaube schien zurück.

Nachdem S3L eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, nutzten die Gäste jedoch die Gunst der Stunde und legten ihrerseits eine Serie von drei Treffern am Stück ein. So stand es wenig später nach Toren von Krass und gleich zwei mal Hildenbrand 13:17 (36. Minute).

Leutershausen blieb dran und verkürzte nach knapp 40 Minuten auf 16:18, doch nun ließen die Eagles wieder die Muskeln spielen. Persson und Rose mit schönen Toren, nachdem sie jeweils die Lücke in der Verteidigung gefunden hatten, sowie Cedric Marquardt per Tempogegenstoßtreffer erhöhten wieder auf fünf Treffer. Es stand 16:21 (43. Minute).

Als sich Robert Krass rund 15 Minuten vor Schluss im Eins-gegen-Eins wunderbar durchsetzen konnte, dabei gefoult wurde und Tim Hildenbrand den fälligen Siebenmeter sicher verwandelte, fiel damit bereits eine Art Vorentscheidung. Die HSG war sechs Tore in Front. In der Folge ließ S3L gute Chancen liegen, ein wenig zu verkürzen, als sie per Siebenmeter an der Latte und per Tempogegenstoß an Martin Juzbasic scheiterten. Krefeld blieb somit komfortabel in Front und führte nach 52 Minuten 18:25.

Als Mark Schmetz rund fünf Minuten vor Schluss seine letzte Auszeit nahm, stand es mittlerweile 18:26 und die Partie war längst entschieden. Die Kräfte der Gastgeber schienen aufgebraucht und so zogen die Eagles weiter davon. Per Kempa-Trick stellte Tim Hildenbrand eine knappe Minute vor Spielende auf 18:28, die erste Zehn-Tore-Führung der Partie. Hildenbrand war es dann auch vorbehalten, mit zwei weiteren Treffern für den 18:30-Endstand zu sorgen.

Die HSG festigt durch das 18:30 ihre Spitzenpositionen und führt die Tabelle weiterhin vor dem TV Gelnhausen, der in Korschenbroich überraschenderweise nur 30:30 spielte, an.

 

Endstand: 18:30 (9:14)

Zuschauer: 419

 

Statistik: Juzbasic, Bartmann – Krass (3), Klasmann (5/2), Schneider (3), Noll, Hildenbrand (6/1), Siegler (1), Schulz, Marquardt (3), Hüller, Persson (5), Ingenpaß (2), Rose (1), Krancz, Mircic (1)

 

Nach dem Auswärtsspiel stehen nun wieder zwei Heimaufgaben an, wenn die Niederrhein zunächst die HG Saarlouis und im Anschluss die HSG Hanau empfangen.

Tickets für die kommenden Heimspiele, auch für das absolute Topspiel gegen den Verfolger TV Gelnhausen am 05. April, sind bereits erhältlich unter tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de.