Nach der Pause steigerten sich die Eagles deutlich und waren in der Schlussphase nah am Sieg – doch der starke Ferndorfer Torhüter Can Agadir verhinderte in der Crunchtime den Erfolg der Gastgeber.
Trotz der Niederlage feierten die beiden Neuzugänge Pau Guitart und Marvin Kik ein gelungenes Zweitliga-Debüt im Trikot der Eagles. Der spanische Torhüter sowie der Rückraumspieler waren nach dem Seitenwechsel maßgeblich am Aufschwung der Krefelder beteiligt.
Von Beginn an war beiden Teams eine gewisse Nervosität anzumerken, was die Bedeutung dieses Kellerduells unterstrich. Besonders die Eagles erwischten keinen guten Start, was sich unter anderem in drei vergebenen Siebenmetern widerspiegelte. Auch weitere gut herausgespielte Lösungen gegen die Abwehr des TuS Ferndorf blieben zunächst ungenutzt. Positiv hingegen präsentierte sich die Defensive der HSG, die über weite Strecken stabil stand.
Nach der Pause zeigten die Eagles ein anderes Gesicht und starteten, angetrieben von der lautstarken Unterstützung ihrer Fans, eine erfolgreiche Aufholjagd. Neuzugang Marvin Kik krönte diese in der 48. Minute mit seinem vierten Treffer zur erstmaligen Führung der Gelb-Schwarzen (21:20). Nach drei Toren in Folge des agilen Julius Rose und dem vierten verwandelten Siebenmeter von Mike Schultz keimte beim Stand von 26:24 (56.) berechtigte Hoffnung auf den Heimsieg auf. Doch ein technischer Fehler sowie drei Fehlwürfe besiegelten am Ende die knappe Niederlage.
„16 Fehlwürfe sind einfach zu viel. Dieses Spiel durften wir nicht verlieren“, bilanzierte der Sportliche Leiter Stefan Meler nach der Partie.
Trainer Mark Schmetz sah trotz des Ergebnisses viele positive Aspekte: „Wir haben über 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht und hätten zur Halbzeit mindestens mit einem Unentschieden oder sogar einer Führung in die Kabine gehen müssen. Bis auf die Wurfquote haben wir uns vorne viele Chancen herausgespielt und defensiv gut gestanden.“ Lob fand er insbesondere für seine Mannschaft und die Neuzugänge: „Wie die Spieler gekämpft und die Vorgaben umgesetzt haben, war sehr gut. Unser neuer Torwart hat uns nach der Pause wieder ins Spiel gebracht, und auch Marvin Kik hat ein starkes Spiel gemacht und neue Impulse gesetzt. Wenn man am Ende sieht, dass Ferndorf 18 Paraden hat und wir 14, weiß man, warum man mit einem Tor Unterschied verliert.“
Kapitän Falk Kolodziej ärgerte sich vor allem über die Anfangsphase: „Leider machen wir es uns am Ende selbst wieder kaputt. Schon früh haben wir uns auf der Bank gefragt, warum es 1:3 steht – eigentlich hätte es 6:3 für uns stehen müssen.“
HSG: Guitart, Rüspeler – Krass (1), Kolodziej, Kix (4), Klasmann, Schneider (1), Siegler (1), Schulz (4/4), Michalski (6), Braun, Jagieniak (1), Persson, Ingenpaß (1), Rose (6), Mircic (1).