Verletztes Trio vor Rückkehr in den Kader

Die HSG Krefeld Niederrhein befindet sich derzeit als Tabellenzweiter in der Winterpause. In den verbleibenden zehn Spielen der Hauptrunde wird es das primäre Ziel der Eagles sein, einen der ersten beiden Plätze zu verteidigen – im Idealfall die Spitzenposition.

Dabei können die Gelb-Schwarzen auch auf einige Akteure zurückgreifen, die Teile der Spielzeit oder sogar die komplette Saison bislang verletzungsbedingt verpasst haben.

Freitag, 06. Jan 2023

Am weitesten sind die beiden Rechtsaußen Mike Schulz und Steffen Hahn. Mike Schulz, der sich zu Beginn der Rückrunde der Saison 2021/2022 einen Kreuzbandriss zuzog, arbeitet bereits seit einigen Wochen intensiv an seiner Rückkehr auf die Platte. Ebenso wie Steffen Hahn, der nach einem mehrfachen Bänderriss in der Vorbereitung auf die Saison 2022/2023 bislang zum Zuschauen verdammt war, war für Schulz der Kraftraum der Glockenspitzhalle der primäre Trainingsort. Mit Beginn der Wintervorbereitung am 09. Januar werden beide nach erfolgreich absolvierten „Return-to-competition-Protokoll“ wieder zum Team dazustoßen und für zusätzliche Alternativen sorgen.

Mike Schulz war nach seinem erlittenen Kreuzbandriss eine gefühlte Ewigkeit aus dem Spielbetrieb raus. Umso mehr fiebert er dem Auftakt in die kurze Wintervorbereitung entgegen: „Ich freue mich auf jeden Fall wieder mit der Mannschaft und nicht mehr alleine im Kraftraum zu trainieren. Das Gefühl, der Mannschaft in naher Zukunft wieder helfen zu können, wächst von Einheit zu Einheit immer weiter an. Der Kontakt zur Mannschaft ist in den letzten acht Monaten nie abgerissen, da ich stets beim Training anwesend war und die aktuellen Ereignisse direkt mit der Mannschaft kommunizieren konnte. Natürlich ist man direkt nach der Verletzung in ein kleines Loch gefallen und wollte erstmal nichts mehr vom Sport wissen. Dieses Gefühl ist jedoch nach der Operation in Verbindung mit der Reha rasch verflogen und der Fokus wurde aufs Comeback gerichtet.“

Ähnlich sieht es bei Steffen Hahn aus, der in der Vorbereitung nach einer im Training erlittenen Bänderverletzung jäh aus dem Spielbetrieb gerissen wurde, vor kurzem aber seinen Vertrag langfristig bis 2027 verlängert hat: „Die letzten sechs Monate waren ein Auf und Ab. Nach meiner OP bin ich zunächst einmal in ein Loch gefallen und wollte von Handball nichts mehr wissen. Das ist aber relativ schnell wieder verfolgen, da der Kontakt zur Mannschaft für keine Sekunde abgerissen war und die Jungs mich sehr gut aufgefangen und aufgebaut haben. Als es dann langsam wieder in den Kraftraum ging, hat man gemerkt, was für eine großartige Truppe wir sind. Ich wurde von allen unterstützt und immer wieder motiviert. Jetzt möchte ich endlich mit anpacken, dass es noch besser läuft. Ich möchte meinen Teil vor möglichst voller Halle dazu beitragen, dass wir weitere Erfolge feiern und persönlich natürlich wieder zu alter Stärke zurückfinden.“

Der dritte im Bunde der verletzten Linkshänder, die bald wieder auf der Platte zu sehen sein werden, ist ein weiterer Publikumsliebling – KC Brüren. Der 29-jährige Aufstiegsheld von 2019, der bis zu seiner Verletzung Mitte Ende Oktober die interne Torschützenliste anführte, befindet sich auf einem guten Weg der Genesung.

„Auch wenn ich nicht so lange raus war wie bspw. Mike Schulz oder Steffen Hahn, fehlt einem das Miteinander mit den Jungs aus der Mannschaft ebenso wie das Spiel selbst. Ich war sehr froh, in den letzten Tagen wieder mehr in der Halle sein zu können und die ein oder andere Übung mitmachen zu dürfen. Die gesetzten Ziele verfolgen wir natürlich nach wie vor als Team. Hier steht das Erreichen der Aufstiegsrunde im Vordergrund und der Fokus ist voll darauf gerichtet. Hierzu möchte ich meinen Anteil beitragen. Dazu gilt es jetzt, die eigene Form möglichst schnell wieder zu finden, erste Einsatzminuten zu erhalten und dadurch der Mannschaft weiterzuhelfen.“, so der Rückraumspieler.

Mit den drei Linkshändern erhält der Kader sowohl in der Breite als auch in der Tiefe Zuwachs. Trainer Mark Schmetz, der in der Hinrunde größtenteils nur auf zwei Linkshänder für die Position Rückraum Rechts und Rechtsaußen zurückgreifen konnte, darf sich somit auf zusätzliche Alternativen freuen, die Fans der Rückkehr weiterer Publikumslieblinge entgegenfiebern.