Heiße Heimspielphase beginnt mit Saarlouis

Viel schwerer könnten die kommenden Aufgaben zumindest auf dem Papier nicht sein. Nach dem 30:18-Sieg im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Saase³ Leutershausen empfangen die Eagles zunächst den Tabellenfünften HG Saarlouis, ehe die HSG Hanau als letztjähriger Tabellenfünfter und dann Anfang April mit dem TV Gelnhausen der erste Verfolger der HSG am Glockenspitz vorstellig werden.

Die Auftaktaufgabe gegen das hochkaratig besetzte Team aus dem Saarland am kommenden Samstag um 19.00 Uhr hat es in sich – das wissen die Gelb-Schwarzen nicht nur aufgrund einer schmerzhaften Auswärtsreise in den Süd-Westen der Republik in der letzten Saison.

Mittwoch, 12. März 2025

HSG unangefochten an der Tabellenspitze

Die Seidenstädter dürfen, nachdem nun etwas mehr als die Hälfte der Partien der Rückrunde absolviert ist, durchaus zufrieden auf das bisherige Jahr 2025 blicken. Schließlich sammelten die Eagles in acht Partien acht ebenso viele Siege und thronen ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Statistisch betrachtet befindet sich die HSG Krefeld Niederrhein nahezu überall im Spitzenbereich – auch staffelübergreifend:

Die Seidenstädter sind in der gesamten 3. Liga weiterhin das einzige Team ohne Saisonniederlage. Mit nun 816 Toren (durchschnittlich über 35 Tore pro Partie) und nur 591 Gegentoren (durchschnittlich knapp über 25 Gegentore pro Partie) stellen sie sowohl den besten Angriff als auch die beste Verteidigung der 3. Liga Staffel Süd-West. Hinsichtlich der Defensive gilt das sogar staffelübergreifend für die gesamte 3. Liga. In der Offensive durfte lediglich der TV Emsdetten aus der Nord-West-Staffel mit derzeit 827 erzielten Treffern häufiger jubeln.

Angesichts dieser Fakten könnte der Eindruck entstehen, die Gelb-Schwarzen können sich nur noch selbst schlagen. Doch genau hier interveniert Trainer Mark Schmetz ganz massiv – insbesondere im Hinblick auf den kommenden Gegner, die HG Saarlouis: “Mit Saarlouis empfangen wir ein Team, das vor der Saison als einer der heißesten Anwärter auf die Aufstiegsrundenplätze eins und zwei in unserer Staffel gehandelt wurde. Wir wissen, dass Saarlouis besser ist, als der Tabellenplatz derzeit vermuten lässt und das haben sie in den letzten Wochen auch immer wieder bewiesen. Das macht die Aufgabe nicht einfacher – zumal wir aus der letzten Saison wissen, wie sehr sie einem wehtun können.”

Das angesprochene Spiel endete im Dezember 2023 mit 30:37 aus Sicht der Krefelder, die in der Stadtgartenhalle kaum einen Fuß auf den Boden bekamen und die höchste Niederlage in der jüngeren Vergangenheit quittieren mussten. Auch wenn die darauffolgenden beiden Partien klar für die HSG endeten (37:26 im Rückspiel der Saison 2023/2024 und 44:31 im Hinspiel der Saison 2024/2025), erinnert sich Schmetz ungerne aber sehr lebendig an den schwachen Auftritt Ende 2023.

Oben aber mit deutlichem Rückstand auf die Aufstiegsrundenplätze

Der kommende Gegner, die HG Saarlouis, spielt eine ordentliche Saison, die jedoch – gemessen an den eigenen Ansprüchen – einige Makel aufweist. Insbesondere der Saisonstart darf als Phase zum Vergessen bezeichnet werden. Hier häuften sich Minuspunkte en masse an, als die HGS zuhause gegen Gelnhausen, Hanau und die Krefelder den Kürzeren zog, auswärts in Opladen klar unterlag und auch in Mundenheim und gegen Longerich nur einfache Punktgewinne verzeichnet werden konnten. So standen 8:10 Punkte nach neun Spieltagen zu Buche, Saarlouis fand sich im hinteren Mittelfeld der Tabelle wieder.

In der Folge spielte sich das Team jedoch immer besser ein und ließ eine Serie von 22:6 Punkten bis dato folgen. Die Niederlagen im neuen Jahr kassierte die Mannschaft von Trainer Philipp Kessler gegen den Zweiten TV Gelnhausen und den Dritten Longericher SC.

Das jüngste 35:25 im Heimspiel gegen den TuS Opladen illustriert sicherlich eindrucksvoll das Leistungsvermögen des kommenden Gegners. Den Auftritt seines Teams bezeichnete Kessler hierbei als “nahezu optimal”. Mit dem klaren Sieg im Rücken werden die Saarländer am kommenden Samstag selbstbewusst nach Krefeld reisen, zumal sie auf hohe Qualität im eigenen Team zurückgreifen können. Das sieht auch Mark Schmetz so: “Der Kader kommt enorm stark daher und verfügt über Spieler mit beeindruckender Erfahrung sowie Qualität. Insbesondere Yves Kunkel und Lars Weißgerber sind hier zu nennen, die lange Jahre Erfahrungen in den beiden höchsten deutschen Ligen gesammelt haben. Auch Tom Paetow darf als Ausnahmespieler bezeichnet werden und stellt mit seinem Entscheidungsverhalten jede Verteidigung der Liga vor Herausforderungen. Hiermit endet jedoch die Aufzählung an Akteuren mit Extraqualität nicht, da Saarlouis über eine sehr breiten Kader verfügt. ”

Passenderweise sind die besten Torschützen im Gästeteam, das schon in den vergangenen Jahren immer zu den treffsichersten Mannschaften der 3. Liga gehört, eben jene von Schmetz angesprochenen Akteure.

Außenspieler Lars Weißgerber mit 137 Treffern aus 23 Partien liegt in der teaminternen Torschützenliste vor Tom Paetow (110 Tore in 23 Partien). Lars Becker (104 Tore in 20 Partien) und Yves Kunkel (93 Tore in 20 Partien) komplettieren die Toptorschützen der HGS, deren 784 Treffer im bisherigen Saisonverlauf lediglich von den Eagles überboten werden, sodass sich die Zuschauer in der Glockenspitzhalle im Normalfall auf ein sehr torreiches Spiel einstellen dürften.

Heimweste soll weiterhin blütenweiß bleiben

Mit 22:0 Punkten aus 11 Heimspielen bei 408:289 Toren liest sich die Heimbilanz der Eagles bislang makellos. Das begeistert auch das Publikum in der Glockenspitzhalle, denn auch für die nun anstehende Partie sind bereits deutlich über 750 Tickets verkauft.

Für Schmetz, der auf nahezu den kompletten Kader zurückgreifen kann, dürfte es trotz der erneut tollen Kulisse kein Selbstläufer werden: “Im Hinspiel haben wir es überragend gemacht und auswärts einen sehr deutlichen Sieg eingefahren. Wir rechnen jedoch fest damit, dass es keinesfalls so leicht werden wird wie im Hinspiel. Dementsprechend wird es eine sehr spannende Aufgabe und wir freuen uns nach dem Auswärtsspiel sowie dem spielfreien Wochenende wieder zuhause vor heimischer Kulisse spielen zu können.”

Verzichten muss der Übungsleiter weiterhin auf Kreisläufer Lars Jagieniak sowie Rückraumspieler Tim Claasen. Ansonsten dürfte der Niederländer vor der Qual der Wahl der stehen.

Mit einem weiteren Sieg könnten die Eagles zusätzliches Selbstvertrauen vor den beinharten kommenden Aufgaben sammeln, wenn sie die HSG Hanau (22. März) sowie im absoluten Spitzenspiel den direkten Verfolger TV Gelnhausen (05. April) jeweils um 19.00 Uhr in der Glockenspitzhalle empfangen.

Tickets für die Partie gegen die Saarländer sind online unter tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de erhältlich. Die Tageskasse der Glockenspitzhalle öffnet am Samstag, 15. März, um 17.30 Uhr.

Die Partie gegen die HG Saarlouis wird für alle Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, wie gewohnt live über sportdeutschland.tv übertragen. Anwurf ist um 19.00 Uhr.