Schwere Saison für Bergische Panther
Der kommende Gegner durchlebt eine höchst anspruchsvolle Spielzeit. Nach dem vierten Rang vor zwei Jahren und dem zehnten Platz in der vergangenen Saison rangiert das Team des Trainerduos Alexander Oelze und Jens-Peter Reinarz derzeit nur auf dem zwölften Platz. Die beiden Coaches hatten die Mannschaft im Oktober des vergangenen Jahres nach einem Katastrophenstart mit nur einem Punkt aus den ersten acht Begegnungen übernommen und seitdem deutlich stabilisiert.
Den damaligen Tabellenletzten hievten sie somit ein gutes Stück gen Norden des Tableaus, auch wenn sie sich mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf den 14. nach wie vor in akuter Abstiegsnot befinden.
Nach der Übernahme durch das neue Trainergespann gelang es den Bergischen Panthern, einige wichtige Siege, u.a. gegen die direkten Konkurrenten Mundenheim (30:26), Haßloch (41:32), Friesenheim-Hochdorf (28:27) und jüngst auch gegen Korschenbroich (34:32) zu feiern. Auffällig hierbei: elf ihrer bislang zwölf Punkte sammelten die Burscheider in ihrer Heimspielstätte, der Max-Siebold-Halle. Darüber hinaus gelang es, die Spiele selbst bei Niederlagen in aller Regel recht knapp zu halten. Ausnahmen bilden die Partien gegen die HSG Krefeld Niederrhein (25:35), den TV Gelnhausen (22:30), den Longericher SC (30:42) und die HG Saarlouis (23:33), die jedoch allesamt als Spitzenteams völlig andere Saisonziele verfolgen.
Einen personellen Wirkungstreffer erlitten die Bergischen zu Beginn des Februars, als sich ihr bis dato bester Torschütze Ante Simic für einen Wechsel zum unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf, dem TV Aldekerk, entschied.
Auf den kommenden Gegner wartet ein knüppelhartes Restprogramm. Neben der HSG Krefeld Niederrhein erwarten sie zuhause den derzeitigen Dritten Longericher SC sowie den TV Gelnhausen, auswärts reisen sie noch nach Mundenheim sowie nach Haßloch.
Der mittlerweile gewechselte Ante Simic wird nach wie vor als bester Torschütze der Panther geführt. Aus dem noch verfügbaren Kader dürfen die Gastgeber jedoch auf die Treffsicherheit von Rückraumspieler Joe Ballmann vertrauen, der in 25 Partien 99-fach einnetzte. Auch Rechtsaußen Florian Müller (86 Tore) und der Halbrechte Raik Flemm (81 Tore, davon 14 von der Siebenmeterlinie) stechen in dieser Kategorie heraus.
Panther vor der Brust, Gelnhausen im Hinterkopf
Die HSG Krefeld Niederrhein könnte der Partie bei den Bergischen Panther mit aller Entspannung entgegenblicken. Die Eagles absolvieren bislang eine Saison der Superlative. Sie stellen das besten Heim- sowie das beste Auswärtsteam der Süd-West-Staffel, den besten Angriff sowie die beste Verteidigung der gesamten 3. Liga und dürfen sich einziges Team ohne Niederlage nennen. Selbst eine knappe Begegnung wie die zuletzt gegen die HG Saarlouis, als das Team von Cheftrainer Mark Schmetz rund zehn Minuten vor Schluss zurücklag, verkraftet die Mannschaft.
Doch für den Übungsleiter liegt der Fokus darauf, die Spannung permanent hoch zu halten, will man seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Vor der anstehenden Aufgabe warnt Schmetz eindringlich: “Wir freuen uns auf ein Derby gegen die Bergischen Panther, das ist immer besonders. In den letzten Wochen haben sie recht gute Ergebnisse erzielt und auch am vergangenen Wochenende denkbar knapp in Opladen verloren. Korschenbroich haben sie vor zwei Wochen zudem dominiert und dem TVK nahezu keine Chance gelassen. Ich schätze die Panther als kämpferisch starkes Team ein, das vor allem in der Defensive sehr gut auftritt und aggressiv zu verteidigen weiß. Im Angriff verfügen sie über ein breites Portfolio an Spielertypen. Während die beiden Spielmacher häufig das Eins-gegen-Eins-Duell suchen, rechnen wir auf Halblinks und Halbrechts eher mit Shootertypen und am Kreis mit beweglichen Spielern. Ich möchte davor warnen, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen und einen Selbstläufer zu erwarten. Unser Gegner wird gegen uns nichts zu verlieren haben und alles in die Waagschale werfen, schließlich tritt er mit dem Ziel an, den Abstand zur Abstiegszone möglichst zu vergrößern. Wir müssen auf der Hut sein, gehen aber sicherlich mit dem klaren Ziel in die Partie spielerisch zu überzeugen, dabei zu dominieren und zwei Punkte mit nach Krefeld zu nehmen.”
Das Auswärtsspiel in Burscheid ist die letzte Partie vor dem absoluten Kracherduell gegen den Tabellenzweiten TV Gelnhausen (05. April). Mit einem Sieg wollen die Gelb-Schwarzen weiteres Selbstvertrauen sammeln, ehe es gegen den ärgsten Verfolger geht.
Die Partie bei den Bergischen Panthern wird für alle Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, wie gewohnt live über sportdeutschland.tv übertragen. Anwurf ist um 18.00 Uhr.
Tickets für die Partie gegen den TV Gelnhausen sind online unter tickets.hsg-krefeld-niederrhein.de erhältlich. Bereits jetzt sind fast 2.000 Tickets verkauft, sodass einige Blöcke vollständig ausverkauft sind und mit einer schon zum jetzigen Zeitpunkt sehr vollen Glockenspitzhalle zu rechnen ist.